Zitat von sybenwurz
Natürlich.
Mich keksen nur diese Jungchens an, die historische Werte vernichten, um mal eben hipp zu sein, bis der Boom wieder abflacht und ihre ach
-so-coolen Gefährte im Schrottcontainer landen.
Da werden Rahmen geschrottet, nach denen sich Kenner alle Finger abschlecken, Campa-Pista-Naben mit Billigfett und ohne Dichtung durchn Dreck gefahren, mitm Hochdruckreiniger abgespritzt und mit normalen 10er Muttern malträtiert.
Da hab ich nix mehr ´mit zu tun.
Ich mach das seit ungefähr 30Jahren und nicht, weils grad "in" ist, nicht, um mich darzustellen, sondern weil mir ab und zu das Spartanische daran gefällt, die von allem Unnötigen befreiten Räder und weil mich manchmal der starre Gang reizt und dass man beim Fahren nicht vergessen darf, dass sich die Pedale immer mitdrehen.
Ich hab mit Bremsen kein Problem und wenn ich ohne fahren wollte, dann dort, wo mir keiner in die Quere käm: auf der Bahn.
Das ist auch ganz nett, aber nicht so, dass ichs zum Lebensziel erheben könnte oder wollte.
Ich wüsste nichtmal, wo hier die nächste wäre.
Glaube, in Augsburg.
Und natürlich gibts auch coole Säue, wie überall, manche können kilometerweit rückwärts fahren oder Kreise und sind halbe Kunstradfahrer, aber wenn mir das taugt, geh ich zum Verein und lerns, anstatt ohne Bremse in Köln, Frankfurt, Wien oder sonstwo rumzufahren.
Was ich klasse finde, ist, dass die auch Bikepolo und Radball wieder ausgraben;- zwei Sportarten mit mächtig Action.
Aber auch dafür gibts offizielle Regeln und Fahrräder und man muss keine Alteisen dabei kaputtschreddern;- das ist eben meine Kritik: wieviele dieser hippen jungen Leute wird dem "Sport", dem sie grosse Werte geopfert haben, treu bleiben, irgendwann mal Jugend fördern oder im sozialen Gefüge eines Vereins unterstützen?
Die Unwichtigkeit, in die das alles nach kurzer Zeit grossen Hypes versinkt, ist es, was mich stört, die fehlende nachhaltigkeit, die Oberflächlichkeit.
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