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Zitat von drullse
Dazu müsste man aber auch noch wissen, wie lange denn die vollständige Anpassung dauert...
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Da die Mechanismen der Evolution auf zufälligen Mutationen des Genoms basieren und sich diese auch noch möglichst als Selektionsvorteil erweisen müssen um rein statistisch über viele Generationen hinweg eine entsprechend dominierende Häufigkeitsverteilung in einer Population zu erlangen ist dies nicht exakt bestimmbar. Es gibt eben keinen "intelligenten Designer" hinter der Evolution, der da ein Programm abarbeitet.
Da sich vorteilhafte Mutationen insbesondere in kleinen Populationen beschleunigt ausbreiten, kommt durch die Globalisierung hinzu, dass eine Anpassung unseres Genoms an Umweltveränderungen noch unwahrscheinlicher wird als dies in der Altsteinzeit möglich war. Noch schlimmer... die weltweiten Völkerwanderungsbewegungen bringen auch eine Änderung der Ernährung mit sich... die Zuwanderer adaptieren Ernährungsgewohnheiten ihrer neuen Heimat, was schlimme Folgen für sie haben kann.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20080831210635
Gesundheitspolitiker fürchten einen sprunghaften Anstieg von Lebensmittelunverträglichkeiten in Europa im Zuge der genetischen Assimilation durch die Zuwanderung.
Warum zb die Chinesen derzeit mit Hingabe in ihrem Wahn westlichen Lebensstil zu immitieren Kuhmilch trinken, obwohl 80-100% der Bevölkerung als laktoseintolerant eingestuft werden, verstehen wohl nur sie selbst.
Ein weiteres Problem der Anpassung: Viele gesundheitliche Folgen eines nicht artgerechten Lebensstils schlagen sich typischerweise erst nach der "Reproduktionsphase", also nach dem 40sten Lebensjahr spürbar nieder - da sind dann aber die "Altsteinzeitgene" schon wieder an die nächste Generation weiter gegeben. Evtl. stattgefundene Mutationen, die eine bessere Anpassung an den westlichen Lebenstil brächten, haben so eine geringe Chance ein statistisches Übergewicht in der Population zu bekommen, so dass sie sich durchsetzen könnten.
Gruß Robert