Der Rueckweg hatte dann noch einen weiteren Spannungshoehepunkt. Die Fussgaengerbruecke im Sueden der Insel wird bei Sonnenuntergang dicht gemacht, weshalb ich mit Geisha auf die Autobruecken im Norden ausweichen musste. Die eine Bruecke fuehrt nach Westen nach Harlem rein, wahrend die andere nach Norden in die Bronx geht. Letzteren Weg kenne ich von einem Ausflug, doch auf einen Umweg in die Bronx hatte ich keinen Bock. Der parallele Radweg ist _verdammt_ einsam schon tagsueber. White dude on a pretty bike. Die Bruecke nach Harlem ist ein sechspuriger Highway mit Tollstation. Da muss es doch eine Fussgaengerspur geben. Gesehen hab' ich auch eine, doch den Einstieg fand' ich nicht. Klingt bloed, ist aber so. Muss man selbst gesehen haben, wie die Amis sowas bauen. Ich also kurz davor tatsaechlich in die Bronx abzubiegen. 'Fuck it!', ab nach Harlem. Auf der Brueckenauffahrt sah' alles noch machbar aus. Auch an der Tollstation hat niemand geschaut, da es von der Insel her kostenfrei ist. Doch dann kommen von rechts noch drei Spuren dazu. Au backe. Vollgas. Die Bruecke ist nicht lang, vielleicht 300m, dann geht es schon die erste Abfahrt nach Harlem runter. 300m koennen bei Dunkelheit verdammt lang sein. Ich werde knappst mit 100 Sachen ueberholt, heftiges Gehupe... Auf diese Aufregung haette ich verzichten koennen.
