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Ich habe in den letzten Tagen viel und oft über die Wettkampfernährung nachgedacht und frage mich langsam, ob ich das ganze Gerechne nicht sein lassen und mich einfach nach Gefühl ernähren sollte.
Letztes Jahr am Bodensee Malto probiert, hat überhaupt nicht hingehauen (im Gegensatz zu Malto auf MD und KD). Unglaublicher Einbruch auf der Radstrecke, nur dank eines Riegels eines Zuschauers konnte ich überhaupt weiterfahren, auf der Laufstrecke an jedem Verpflegungspunkt gegessen (was ich sonst nie mache), weil ich permanent extremen Hunger hatte.
Am Montag ist mir auf der 180er Runde auf Lanza die Kraft ausgegangen. Puls noch grade so bei 125 bergaub gegen den Wind. Nach 90 Km dann ein Sandwich mit Thunfisch und Ei und ein großes Snickers. Und danach krabbelte der Puls sofort wieder auf 150.
Und das bis ins Ziel, danach mußte ich nix mehr essen. Folge: ich werde bei einem der nächsten Wettkämpfe genau das probieren - Iso-Brühe und dann mal ein Sandwich essen.
Zu der ganzen Ausrechnerei kommt nämlich noch ein Problem: was, wenn im Wettkampf die Versorgung nicht hinhaut oder das richtige Anmischen (so wie bei mir am Bodensee, weil da die Wasserflaschen nicht voll genug waren)?
Ich finde das Thema hochinteressant und glaube, dass da eine Menge Potential für den Einzelnen drinsteckt, aber ich finde wohl langsam zurück zu "ich nehme, was da grade geboten wird und der Marathon wird mit Cola gelaufen".
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„friendlyness in sport has changed into pure business“
Kenneth Gasque
Zum Thema "Preisgestaltung Ironman":
"Schließlich sei Triathlon eine exklusive Passion, bemerkte der deutsche Ironman-Chef Björn Steinmetz vergangenes Jahr in einem Interview. Im Zweifel, so sagte er, müsse man sich eben ein neues Hobby suchen."
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