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Alt 27.03.2009, 16:04   #55
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.772
Ich sehe schon was Du meinst ... die technischen Fragestellungen sind ja nicht das Problem.

Mir geht es halt darum, dass da oben in der Grafik steht, der Arzt würde ein "Bruttoeinkommen" kriegen. Von diesem Bruttoeinkommen würden allerdings bereits betriebliche Kosten abgezogen sein. Also X minus betriebliche Kosten=Bruttoeinkommen.

1) Arzt ist angestellt. Folge: a) Er kriegt ein Bruttogehalt (steuerlich: Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit) b) betriebliche Abzüge hat er natürlich nicht.

2) Arzt ist Freiberuflich: Damit hat er erstmal kein "Bruttoeinkommen". Wer soll ihm denn das auch bezahlen? Er hat keinen AG der das tun kann. Er hat natürlich Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, davon kann er bestimmte Ausgaben Abziehen und der Rest unterliegt der Einkommenssteuer (so wie ne Reihe von Einkunftsarten). Was da hinten raus kommt ist Gewinn. Im Grunde ähnlich wie bei einer Körperschaft. Das denke ich war aber nicht gemeint.

Wenn er sich monatlich "was nimmt" ist das eine Privatentnahme (kein Einkommen oder Gehalt) und steuerlich nicht relevant. Ebenso wie Privateinlagen. Gewinn vor Steuern = Einnahmen - Ausgaben. Fertig.

Wenn "die" mit der Bezeichnung "Bruttoeinkommen" die monatliche Privatentnahme meinen, soll's mir recht sein. Aber dann muss natürlich schon auch klar sein, dass von dieser Privatentnahme" nix mehr abgezogen wird was etwaige Pflichtabzüge sind, so wie bei "normalen" Arbeitnehmern und deren "Bruttogehalt". Die Chance für dieses Missverständnis besteht.

Bleibt noch die Möglichkeit, dass der Schreiberling den monatlichen Umsatz abzüglich aller Kosten meint. Üblicherweise bezeichnet man das aber als Betriebsergebnis (vor Finanzen z.B. vor Zinsaufwendungen!!) und nicht als "Einkommen".

Das ist aber genau der Punkt, deshalb habe ich vorher geschrieben, dass man sich evtl. die Eigenkapitalrendite ansehen möchte, denn was hilfts wenn ich eine Radiologie für x Mios zu finanzieren habe der Schreiberling in der Grafik dann aber Umsatz abzüglich Betriebskosten meint und der Hammer dann aber hinterher "nach Finanzergebnis" kommt.

Diese ganzen Investoren/Finanz/Steuerkennzahlen (EBIT/EBITDA bla bla) und was weiß ich für Zwischenergebnisse in Berechnungen taugen als Steuerungsinstrument für nen Unternehmer oft wenig. Interessant ist nur eine Kennzahl: EAE (earnings after everything)


Wenn das dann aber so ist und er das so meint, dann soll er es halt hinschreiben der Schreiberling und nicht von was reden, was es nicht ist: Es ist kein Gehalt (synonym dazu wird der Begriff Einkommen nämlich (umgangssprachlich) gebraucht und wichtig: auch verstanden) . Denn als solches wären es ja Personalkosten und damit betrieblich .... usw. usw...

Man muss sich nicht wundern, wenn die Leute "grantig" werden, wenn sie hören "Bruttoeinkommen" und dann ne hohe Zahl.

Davon, das der Gute sein MRT Dingens vom vermeintlichen "Bruttogehalt" bei der Apobank abbezahlen muss, spricht dann keiner. Vom unternehmerischen Risiko der Investition etc. sowieso nicht. Da sind wir ja 'accord.

BTW: Betreibt der Arzt eine eigene Klinik, dann ist's natürlich etwas komplizierter, weil er dann u.U. auch noch Einkünfte aus Gewerbebetrieb hat.

Doch, ich bin selbstständig tätiger Unternehmer. Wo ich allerdings gesagt haben soll, dass Freiberufler nicht mehr als Angestellte verdienen, habe ich vergessen

Fazit: Ich möchte genauer verstehen was da in den Zahlen "drin" ist oder nicht.

peace Helmut
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