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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Endlos Schwimmstrippe
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Alt 22.03.2009, 01:07   #26
uwe.hieronimi
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 21.03.2009
Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von Nachtwandler Beitrag anzeigen
Ich wundere mich, dass hier noch nicht diskutiert wird, wie sehr sich die physikalischen Gegebenheiten ändern. Also für uns Schwimmer/ Triathleten, die mit einer gewissen Grundgeschwindigkeit durchs Wasser ziehen.

OK für diejenigen die sich halt "im Wasser etwas bewegen" also Arme und Beine gegen den Wasserwiderstand an sich, so wie auch beim Aquajogging, ist es halt wurscht. Das geht auch auf der Stelle. Allerdings haben dann die im Becken vorn/hinten (nach dem Beispiel weiter oben) 5 Leinen neben sich. Ob das ohne Verheddern gut geht Die Vorstellung hat schon was für sich. Die Bademeister machen dann Pläne für die optimale, hexagonal dichteste Packung

Aber ich wollte auf etwas anderes hinaus. Wir bewegen uns ja durchs Wasser mit, sagen wir mal grob 1m pro sek. Das bitte mal so stehenlassen Bedeutet:
  1. unser Körper ausser den Armen (Beine lasse ich mal ausser Acht, wird zu kompliziert) muss gegen den (Front)-Wasserwiderstand ankämpfen. Soll klein sein, also Wasserlage verbessern, lang machen usw....
  2. der aktive Arm bewegt sich (auch grob) 1,5m nach hinten, weniger 1m Gesamtbewegung macht das 0,5m Schlupf. Den versuchen wir, durch ein schönes Zugmuster möglichst klein zu halten, sprich viel Widerstand im Wasser zu erreichen.

Was passiert beim Schwimmen auf der Stelle? Unser Körper bewegt sich gar nicht vorwärts, also Wasserlage usw völlig egal. Die Arme ziehen wir mit 1,5m pro sek durchs Wasser, was mit einem schlechten Zugmuster sogar besser geht Also entweder wir reißen die Arme durchs Wasser, wobei jegliches Gefühl für Technik und Schlupf verloren geht, oder wir müssten die Bewegung extrem verlangsamen. Unser Schwimmtraining sollte doch primär zur Technikverbesserung dienen.

Also je länger ich darüber nachdenke, desto weniger Sinn macht es als Schwimm-Ersatz. Ausser bissel Krafttraining oder mal aus Spaß, mehr fällt mir dazu nicht ein.

Gruß,
Nachtwandler

Edith: Die physikalisch korrekte Entsprechung (wie das Laufband beim Laufen) ist fürs Schwimmen "auf der Stelle" die Gegenstromanlage.
Ich stelle fest, dass sich mit der Zeit hier im Forum eine gewisse Sachlichkeit gegenüber dem Artikel "Schwimmstrippe" einstellt. Der Beitrag von "Nachtwandler" ist dafür ein gutes Beispiel. Das hat mich jetzt veranlasst, dem Forum beizutreten. Was nützt es denn auch, seine Unkenntnis hinter Vorurteilen zu verbergen, wie das andere Forumsmitglieder nur zu gerne tun: Klar lässt sich mit der "Freiheit des Triathleten", der sich auf keinen Fall durch die "Schwimmstrippe" fesseln lassen will, rasch ein rethorischer Rundumschlag ausführen. Aber wo ist sie denn, diese Freiheit, wenn der Triathlet im Urlaub im Hotelpool keine Trainingsstrecke findet? Oder im Hallenbad keine freie Bahn?
Da lob ich mir eine so differenzierte Stellungnahme wie die von "Nachtwächter". Er hat ja im Grunde auch recht: Das Gleiten durchs Wasser wird man beim Schwimmen mit der "Schwimmstrippe" nicht erfahren und darum auch nicht üben können. Aber ich kann Euch eins versichern: Nach zwei Wochen Training mit der "Schwimmstrippe" werdet Ihr - wenn Ihr Euch bei guten Schwimmbedingungen mal losmacht von den "Fesseln der Schwimmstrippe" - eine ganz neue Erfahrung machen: Ihr werdet durchs Wasser gleiten, wie Ihr es vorher noch nicht erlebt habt. Und das wird nicht nur ein subjektives Gefühl sein. Ihr könnt ruhig die Zeit nehmen, um dieses Gefühl zu bestätigen.
Woran das liegt? Sicher nicht daran, dass Ihr das "Gefühl für Technik und Schlupf" verloren habt. Im Gegenteil: Die Technik konntet Ihr mit Hilfe der "Schwimmstrippe" allein dadurch schon verfeinern, dass Ihr den Wasserwiderstand beim Schwimmen gesteigert erspürt habt und dadurch die Effektivität der technisch richtigen Bewegung erfahren habt. Ja, und dann kommt da noch die einfache Wirkung des Kraftzuwaches infolge erhöhter Trainingsanstrengung dazu. Und das "bissel Krafttraining" sollte sich jeder ambitionierte Triathlet einfach mal gönnen. Dann kann er auch qualifiziert mitreden. Und über die folgende Wahrheit mal nachdenken: Es gibt keine Freiheit ohne Bindung. Auch nicht für Triathleten.
uwe.hieronimi ist offline   Mit Zitat antworten