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Zitat von keko#
In Ungarn muss man mittlerweile aufpassen, was man als Politiker öffentlich schreibt, sagt mir kürzlich einer von dort. Beurteilen kann ich es nicht.
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Ja, nicht-regierungs-genehmer Journalismus kann schon finanzielle Nachteile oder sonstigen Ärger erwarten. Es gibt aber m.W. keinen Paragrafen 188, mit dem private Äußerungen politisch verfolgt werden können.
Hierzulande sorgen halt sog. NGOs dafür, daß alternative Journalismus-Plattformen z.B. lukrative Werbekunden nicht mehr bekommen; oder daß Banken die Konten kündigen. Dazu wird über Meldeplattformen Denunziation gefördert. Ich finde dies um nichts besser, nur anders als in Ungarn.
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Zitat von keko#
Trump geht besonders weibliche Journalisten frontal und unter der Gürtellinie an, wenn sie nicht nach seiner Pfeife tanzen. Das hat eine völlig neue Qualität und finde ich bedenklich.
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Ja, ein Mächtiger, der dazu ein Rüpel ist, ist keine gute Kombination. Wer sich aber mit den Mächtigen anlegen will, sollte genauso ein dickes Fell zulegen, wie jemand, der an die Macht will, finde ich.
In Ungarn war der Ton und Stil zwischen Politikern untereinander schon vor 20 Jahren eher unterirdisch, manchmal klingt sogar Trump höflich gesittet im Vergleich zum dortigen Umgangsstil. Fördert auch nicht das Vertrauen in die Politiker, aber es zerstört weniger den gesellschaftlichen Frieden, als die Prozesse, die hierzulande polarisieren, finde ich. Allerdings scheint sich dort auch einiges in die gesellschaftlich polarisierte Richtung zu entwickeln, seit die neue Opposition auf maximale Konfrontation setzt.