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Ich bin prinzipiell offen für KI-Unterstützung. Das einfachste wäre ja ( Pilotprojekte laufen hier bereits), das eine KI im Gespräch „mithört“ und einem danach einen Dokumentationsvorschlag macht. Den kann ich dann absegnen oder auch kritisieren und ergänzen. Das wäre aus meiner Sicht eine große Hilfe und Unterstützung.
Natürlich kann es auch eine große Hilfe sein, wenn die KI Vorschläge für Diagnosen, Medikamente ect. macht.
Eine typische Schwierigkeit, die sich schon in den letzten Jahren bemerkbar macht, ist die Interpretation und Einordnung multipler Daten zu einer Entscheidung. Und das ist meist die Realität. D.h. ich wähle beispielsweise in meinen Behandlungsentscheidungen nicht selten zwischen mehreren, durchaus ernsthaften möglichen Komplikationen aus. Ich entscheide mich letztlich nach Abwägung zwischen Pest und Cholera bewusst für die Pest, im besten Fall gemeinsam mit dem Patienten.
Der Patient geht dann in die nächste Apotheke und bekommt dort seine Medikamente nicht, weil viele Warnlampen aufleichten oder ist massiv verunsichert. Das ist leider keine Ausnahme sondern mittlerweile eher eine Regel.
Also diese ganzen Interaktionsdatenbanken beispielsweise sind ziemlich gute Beispiele, das es nicht so einfach ist.
Entscheidungsfindung ist manchmal auch efht schwer begründbar, weil es keine wirklich gute Entscheidung gibt. Dann ist es vor allem wichtig, eine Entscheidung zu treffen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Es gibt die Menschen, die das nicht gut können, weil sie nur erwägen und da nicht rauskommen. Das ist dann für mich fast KI modus.
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