Zitat:
Zitat von Meik
Grönland ist ein eigener Staat mit eigener Regierung, Flagge etc.. dass außenpolitisch in einer sog. Reichsgemeinschaft mit Dänemark und Färöer auftritt. Also per se nicht so viel anders wie beispielsweise NRW. Eigenes Land, eigene Verfassung, eigene Regierung, nach außen vertreten durch den Bund als Reichsgemeinschaft die sich Bundesrepublik nennt.
|
Juristisch korrekt, allerdings ist Grönland seit 1985 bereits kein Mitglied der EU im Gegensatz zu NRW.
Zitat:
Zitat von Meik
Genauso könnte man diskutieren ob Sachsen ein eigenes Land wäre, ob man die Menschen die da wohnen jetzt als Eingeborene, Ureinwohner oder ähnlich bezeichnen würde ...
|
Der entscheidende Unterschied liegt darin, daß die Grönländer ein eigenes Volk mit einer ganz anderen Sprache und Kultur als Dänemark sind. Der Status "Kolonie" wurde erst 1953 in "Provinz" umgewandelt. Das Koloniale Erbe ist aber noch in vielen Punkten präsent (
Spiralen-Skandal- ging bis in die 1990-er Jahre,
"Kleine Dänen"-Experiment (50-er Jahre) - und bis vor Kurzem noch
Zwangsinobhutnahmen von Inuit-Kindern...das kann schon das Zugehörigkeitsgefühl eines Volkes zum "Mutterstaat" beeinträchtigen, finde ich.
Zitat:
Zitat von Meik
... und ob der Frage ob die überhaupt ein Land sind und ob man die so nicht auch einfach an Russland abtreten könne. Sind ja nicht wirklich relevant und interessieren uns ja auch nicht.
|
Angesichts der m.M.n. wesentlichen Eigenständigkeit der Grönländischen Menschen bzgl. Kultur und Sprache ist jede "auswärtige" Entscheidung, sie an jemanden abzutreten, in meinen Augen falsch. Es sollte allein die Entscheidung der Grönländer sein, ob sie unabhängig sein wollen, oder sich einem anderen Staat anschließen wollen. Weder in Kopenhagen noch in Washington hat jemand darüber zu befinden.
Leider sind sie nicht das einzige Volk auf dieser Erde, dem dieses Recht nicht zugestanden wird.