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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Klimawandel: Und alle schauen zu dabei
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Alt 16.01.2026, 11:27   #16909
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.893
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Was meinst Du damit? Wir können jederzeit mehr Strom produzieren, als wir benötigen.
Na ja, 50 % der Stromproduktion hängt vom Wetter ab, und ist damit nicht durch Menschen beeinflußbar. Noch reichen die Reserven, um sowas auszugleichen meist aus, aber sie wurden über die Jahre, u.a. auch durch Abschalten aller KKW geringer, was den Regelaufwand stetig erhöht hat. Und die geplanten Gaskraftwerke, die einspringen sollen, sind eben bisher nur geplant (politisch geplant, noch nicht mal technisch).
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Kritisch sehe ich die künftige Entwicklung. Wir müssen in 19 Jahren klimaneutral sein. Dafür brauchen wir ein deutlich erhöhtes Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
Um den erneuerbaren Stromanteil deutlich zu erhöhen reicht es nicht mehr, einfach mehr davon zu bauen. Es bringt nur was, wenn die Verteilung (also Netze) funktioniert bzw. ausgebaut wird (mehr Aufwand, als nur Windmühlen aufzustellen), und wenn entsprechende Kapazitäten für den Schwankungsausgleich realisiert werden - also Speicher, die es noch lange nicht gibt (weder technisch, noch mengenmäßig). Sogar die (des Klimaleugnens eher unverdächtige) taz schreibt:
Zitat:
eine positive Entwicklung, dass die Kapazitäten an Batteriespeichern in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut wurden. Gleichwohl sollte man diese Entwicklung nicht allzu euphorisch als Indiz einer sachgerechten Energiewende sehen, zumal die Zubauzahlen zuletzt sogar stagnierten.
Denn auch wenn die Batterielobby einen anderen Eindruck zu erwecken versucht: Mit Batteriespeichern alleine wird sich eine gesamte Volkswirtschaft nicht auf erneuerbare Energien umstellen lassen. Das zeigt schon ein einfaches Rechenbeispiel: Selbst wenn die Ziele der Branche für 2030 erreicht würden – Batteriekapazitäten von 100 Gigawattstunden –, könnte diese Menge an einem kalten Wintertag den Strombedarf in Deutschland nur für eine gute Stunde decken.
...
Doch die Energiewende braucht, wenn sie gelingen soll, auch saisonale Stromspeicher. Solche, die im Sommer mit Solarstrom gefüllt und im Winter entladen werden. Das kann aus heutiger Sicht nur durch die Herstellung von Speichergasen wie Wasserstoff gelingen.
Und wenn das alles geklappt hat, was allein schon eine gewaltige, nicht sicher in der von Dir genannten Zeit machbare Aufgabe sein dürfte, haben wir erst ca 25 % des gesamten Energiebedarfs umgestellt...
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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