Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Was meinst Du damit? Wir können jederzeit mehr Strom produzieren, als wir benötigen.
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Na ja, 50 % der Stromproduktion hängt vom Wetter ab, und ist damit nicht durch Menschen beeinflußbar. Noch reichen die Reserven, um sowas auszugleichen meist aus, aber sie wurden über die Jahre, u.a. auch durch Abschalten aller KKW geringer, was den Regelaufwand stetig erhöht hat. Und die geplanten Gaskraftwerke, die einspringen sollen, sind eben bisher nur geplant (politisch geplant, noch nicht mal technisch).
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Kritisch sehe ich die künftige Entwicklung. Wir müssen in 19 Jahren klimaneutral sein. Dafür brauchen wir ein deutlich erhöhtes Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
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Um den erneuerbaren Stromanteil deutlich zu erhöhen reicht es nicht mehr, einfach mehr davon zu bauen. Es bringt nur was, wenn die Verteilung (also Netze) funktioniert bzw. ausgebaut wird (mehr Aufwand, als nur Windmühlen aufzustellen), und wenn entsprechende Kapazitäten für den Schwankungsausgleich realisiert werden - also Speicher, die es noch lange nicht gibt (weder technisch, noch mengenmäßig). Sogar die (des Klimaleugnens eher unverdächtige) taz schreibt:
Und wenn das alles geklappt hat, was allein schon eine gewaltige, nicht sicher in der von Dir genannten Zeit machbare Aufgabe sein dürfte, haben wir erst ca 25 % des gesamten Energiebedarfs umgestellt...