Zitat:
Zitat von Antracis
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Vermutlich ist das bei der Kenntnis so, wobei ich aus der praktischen Erfahrung sagen kann, dass ich Leitlinien wichtig finde und sie auch sehr oft nutze und das in meiner Lehrtätigkeit auch entsprechend gewichte, aber ihre Interpretation und ihr Einsatz auch eine eigene Anforderung ist. Das die KI in der Anwendung (Im Sinne der konkreten Behandlungsplanung) besser ist, bezweifle ich - zumindest in vielen Fällen. Das liegt vor allem auch in ihren Entstehungssprozessen (Vor allem S3-Leitlinien) und die muss man kennen und hinterfragen und dann passen viele Evidenzen leider auch nicht auf den Einzelfall. ........
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Kennen die praktizierenden Ärzte die Entstehungsprozesse von Leitlinien so gut, so dass sie die gerade Aktuellen in der Alltagspraxis kritisch reflektieren, einordnen ? Ich bin schon froh, wenn die Inhalte gut bekannt sind. Nach meinen persönlichen Erfahrungen aus diesem Jahr gibt es einen ganz hohen, extremen Arbeitsdruck überall bei den behandelnden Ärzten, wo ich Einblick bekam, so dass Deine formulierten, hohen Ansprüche nicht so ganz meinen Erfahrungen in der Praxis entsprechen.
Die KI verarbeitet neben den deutschen Leitlinien genauso die zugrundeliegenden Studien (Basis der evidenzbasierten Medizin) und referiert sie, bestätigende, korrigierende, widersprechende, aktuelle. (Research Function). Im Ergebnis lieferte sie (mir) mehr an Informationen und weichenstellenden Daten, als ein niedergelassener Arzt in seiner Einzelpraxis verfügt(e).