Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Aber was sagst Du zu den massiven globalen Marktverschiebungen zugunsten der E-Auto-Marken? Hier nochmal die Grafik.

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Die Grafik spiegelt vor allem den extremen Zuwachs von Autos überhaupt in China selbst im dargestellten Zeitraum wider:
seit 2002 stieg die Anzahl Autos in Deutschland um ca. 10 %, in China auf das fast 20-fache. Weltweit v
erdoppelte sich die Anzahl Autos nur etwa in dieser Zeit.
Da inzwischen über 15 % aller Autos Weltweit in China fahren (gegenüber < 1,5 % in 2002), ist deren Marktanteil natürlich massiv gestiegen. Ob das einer weltweit gleichmäßigen Nachfrage nach E-Autos entspricht, oder vor allem die in China besonders geförderte E-Auto-Technologie darstellt, ist aus dem Diagramm nicht zu erkennen.
Wenn sich E-Autos auf dem Weltmarkt mit der in China vorgegebenen Dynamik durchsetzen, kann man sich allerdings eh jegliche Regulierung sparen, sie werden sich durchsetzen. Egal welche Technologie sich durchsetzt (oder per Regulierung erzwungen wird), es wird immer einen Anteil Menschen geben, deren Wünsche und Bedürfnisse nicht der der Mehrheit entsprechen. So gibt es seit vielen Jahrzehnten in den USA fast nur Automatik-Autos, aber Handschaltung kann jeder bekommen, der es will. Hierzulande war es glücklicherweise lange Zeit anders herum. Beides hat seine Berechtigung.
Ich halte es immer für besser, auch Produkte für Minderheiten beizubehalten. Das mag nicht immer der Fall sein (z.B. gibt es leider keine 26" MTBs mehr), man kann damit leben, aber man muß es nicht gut finden. Und schon gar nicht sollte eine Regierung oder gar eine nicht mal demokratisch gewählte Zentralorganisation wie die EU-Kommission vorgeben, welche Lösung bleiben sollen, und welche nicht. Vielleicht sollte man eher die Marketingleute von z.B. Red Bull holen - die haben es geschafft, ein ungenießbares Gesöff zum weitverbreiteten Produkt mit guten Gewinnen zu machen - die könnten sicher mehr E-Auto-Muffel überzeugen, als EU-Flottenverbrauchsvorgaben.