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Manchmal fehlt es schlicht an Leuten die bei der Diskussion einfach mal den Taschenrechner bemühen statt mit Emotionen, Meinungen etc.. zu kommen.
IMHO ist das Modell Rente viel zu starr und unflexibel. Da erzählt jemand was von 40 Jahre "sein ganzes Leben gearbeitet", dabei sind 40 Jahre heute nicht einmal mehr die Hälfte der durchschnittlichen Lebenserwartung. Wenn man dann noch die durchschnittliche Arbeitszeit anguckt hat es nie eine Generation gegeben die auch nur im entferntesten im Leben so wenig gearbeitet hat und so viel Rente bekommt. Letztlich bedeutet das aber eben auch dass man in 40 Jahren für über 80 Lebensjahre den Lebensunterhalt verdienen muss.
Per se würde ich aber auch das Modell 40 Jahre Vollzeit Arbeiten und dann von heute auf morgen Rente in Frage stellen. Zum einen kenne ich viele Leute die mit dem Umbruch nicht wirklich klar kommen, zum anderen werden wir aber auch eben älter, hier und da gebrechlicher, auch mal kranker. Da bräuchte es viel flexiblere Möglichkeiten in Punkto Wochenarbeitszeit, Arbeitstage, Urlaubstage etc., viel mehr Optionen in Richtung Umschulung und Weiterbildung, ... Flexibilität sowohl auf Seiten der Arbeitnehmer wie auch des Renten- und Arbeitssystems. Ein erfahrener Bauarbeiter mit körperlichen Problemen kann sicher ein guter Baumarktverkäufer auf halbe Tage sein, in der Ausbildung unterstützen oder ähnliches und damit auch länger und am Ende mehr arbeiten als buckeln bis es nicht mehr geht und dann Früh- oder Berufsunfähigkeitsrente.
Das Modell mit 16 in die Lehre und bis zur Rente im gleichen Job in der gleichen Firma ist kein Modell für die Zukunft.
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