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Alt 14.04.2025, 22:18   #2982
welfe
Szenekenner
 
Registriert seit: 13.09.2014
Beiträge: 2.081
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen
Das klingt bei dir ein wenig so, als würden die jungen Erwachsenen das böswillig machen? Ich kenne ebenfalls solche Fälle, hier is es aber so, dass diese jungen Menschen psychisch struggeln. Das geht von schwerer Prokrastination, völliger Unsicherheit und minimalem Selbstwertgefühl bis hin zu echten Depressionen.
Böswillig? Nö, es gibt nur keinen Anreiz. So rosig war meine Zeit nun auch nicht: Grenzkind, Kalter Krieg, hohe Arbeitslosig- und Perspektivlosigkeit, Saurer Regen, Tschernobyl.... Aber Eltern gingen zu Arbeit und Kinder zur Schule. Natürlich gab es auch damals Leute, die sich erfolgreich wegdrückten, aber heute scheint mir die Ausnahme die Regel zu sein.

Es kann doch nicht normal sein, dass schon in der 5. Klasse nur noch 5 Kinder "normal" sind, alle anderen haben einen "Entschuldigungsgrund"/ heute Nachteilsausgleich genannt (von Trennungskind über diverse Lese-Rechtschreibstörungen bis zu Migrantionshintergrund, Autismus und ADHS). Im Ernst: Eltern von 7. Klässlern fragen uns nach einer Liste; ihr Kind käme nicht mehr so gut mit und bräuchte einen Nachteilsausgleich, ob wir ihnen einen Tipp geben, welchen sie am besten beantragen?. Ich finde das bedenklich. Anstatt darüber nachzudenken, ob das angestrebte Ziel das richtige für das Kind ist, wird nach Auswegen gesucht. Und wenn es zu viel wird, meldet man - sich oder das Kind - "krank". Das ständige Ausweichen halte ich nicht für gesund. Über den Krankenstand bei Erwachsenen braucht man sich nicht zu wundern, wenn man sich den Krankenstand in den Klassen anschaut (es gibt keinen einzigen Schultag mehr, an dem alle Kinder einer Schulklasse da sind. Ich schreibe jede "Klassenarbeit" doppelt und dreifach).

Und das Schlimmste ist, dass es den Blick dafür verstellt, dass wir natürlich kranke Kinder und Erwachsene haben (psychisch oder physisch), die Hilfe benötigen. Das nimmt dann niemand mehr ernst und dafür fehlen Ressourcen, die diese Menschen dringend bräuchten. Zwei meiner fünf Kinder arbeiten in der Pflege, eine in der Jugendhilfe, eine ist Grundschullehrerin: das Bild ist überall dasselbe. Zu viele vermeintlich "Kranke/Bedürftige" und zu wenig Zeit und Geld für die "echten" Fälle. Selten braucht der, der am lautesten schreit, am meisten Hilfe.
welfe ist offline   Mit Zitat antworten