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Bisher keine Reaktion der BW. Gut so. Möglich, dass Carmen den Begriff Kasernenbüro mit Wachstube verwechselt hat.
Wir gehen seit 40 Jahren ein und aus bei den Panzergrenadieren. Das Verhältnis zu den Dienstgraden ist in der Regel sehr gut. Ich kann mich da an ein sehr konstruktives Gespräch mit den damaligen Kommandeur Mayer erinnern. So weit oben geht es aber selten zu. Aufreger war aktuell nur der Hauptfeldwebel xxxx:
Wir bieten seit immer schon einmal pro Woche Athletiktraining an, ebenfalls in der Bundeswehrkaserne. Dort durften wir bis vor kurzem keine eigenen Sportgeräte lagern, sondern nutzten den vertraglich zugesicherten Bestand der Bundeswehr. Nur auf dem kleinen Dienstweg konnte ich eine Alubox in einen wenig benutzten Raum einschleusen und so Material für kleine Spiele, Therabänder, Tennisbälle und anderes Kleinzeug verfügbar halten.
Hfwb xxxx rief mich dann vor geraumer Zeit an und erklärte mit mehrfach, dass er nicht länger tolerieren könne, dass Sportgeräte kaputt zurückgegeben werden. (Stimmt so nicht. Ich selbst habe mal ein Springseil aus billigem Plastik gehimmelt. Weiter ist mir nichts bekannt). Warum zum Donner wir denn nicht in der Lage wären, eigenes Material zu stellen. Meiner Argumentation, dass wir das bisher ja nicht durften, stieß auf taube Ohren. Jedenfalls stand 2 Wochen nach diesem Telefonat ein vollbestückter Materialwagen nur von und für uns in der Turnhalle. Ein Traum.
Vor 6 Wochen dann marschierte mitten im Training in der Schwimmhalle ein sonnenbebrillter und knusprig gebräunter Herr auf mich zu, stellte sich als xxxx vor und teilte mir mit, es hätte schwere Beschädigungen am Hallenboden und der Sprossenwand gegeben und wir wären ja einen Tag zuvor dort am Start gewesen. Er bäte um Stellungnahme und würde das ziemlich oben aufhängen. Es folgte eine minutenlange Einbahndiskussion wie vor einigen Wochen, nur dass jetzt die gesamte Schwimmhalle dem Geschehen folgte. Ich musste sehr an mich halten, um nicht ausfallend zu werden respektive zu explodieren. Dann rauschte er ab, ich ging der Sache nach und stelle fest, dass just an diesem Tag der SSV das Training abgesagt hatte. Womit unsere Unschuld bewiesen war, was ich dem dann sofort sprachlosen Herrn gleich per Telefon mitteilte. Seitdem ist Funkstille.
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Keine Panik!
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