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Alt 06.01.2025, 13:40   #812
Trimichi
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 7.902
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Lieber Trimichi,

sind die 1000€ nicht viel zu wenig und ist Sparen nicht zwingend notwendig, frei nach "Poverty is a Feature, Not a Bug"?

Stelle dir vor, den 1,2 Milliarden Menschen, die von wenigen Dollar am Tag leben müssen, ging es so gut wie mir. Das wäre mindestens ökologisch eine unmittelbare Vollkatastrophe. Das geht noch weiter: stelle dir vor, die Millionen Mittelstandswürste, so wie ich eine traurige Wurst bin, wären nun plötzlich Viertvillabesitzer und würden lustig mit ihren Privatjets umherdüsen, so wie Gates und Musk.
Muss also nicht die Masse sparen, damit wenige aus dem Vollen schöpfen können? War das nicht schon immer so und muss es nicht so bleiben?
Hallo keko#,

das kostete ein Zimmer für Studierende an Miete zzgl. Lebenshaltungskosten (Essen, Bücher, Kleidung, Soziales, Kultur, Mobilität etc.), d.h. man könnte auch 1750,- € veranschlagen? Dazu bedarf es eines Einkommens. Von 3000€ monatlich, so dass vernünftig studiert werden kann. Dafür arbeiten zwei Erwachsene, um mit einem Kind über die Runden zu kommen Vollzeit. Im unteren Segment des Mittelstandes.

Es ist so wie es ist. Nur ist Geld ein Wertmassstab. Der funktioniert. Aber nicht der Einzige. Zumindest gab es auch einmal an Idealen orientierte, immaterielle Wertmaßstäbe. Die allerdings durch die Menschen selbst abgeschafft wurden. Vielleicht gibt es auch Wertmaassstaebe die sich uns nicht erschließen. Welche sollen das sein? Vllt gibt es wage Ahnungen davon. Bestenfalls.

Zumindest kann man fragen was das wohl den sehr wenigen bringt außer einer Umverteilung, die eben, und das ist mein Punkt, die Genies unserer Zeit ausklammern. Ich selbst kenne auch nicht die Lösung. Außer der kontrollierten Kernfusion als nächsten Schritt. Dann gäbe es Energie in Hülle und Fülle. Und somit wäre auch Geld irrelevant. Ist das richtig gedacht?

On topic: so können wir aus Selbsterhalt nur so wählen, dass wir als traurige Mittelstandswürste nicht von uns aus, aus unserer Perspektive heraus betrachtet, in die Armut abrutschen. Natürlich ist Armut kein Fehler. Frieren im Winter möchte ich dennoch nicht, sagen wir so?

Grüße,
Trimichi

Geändert von Trimichi (06.01.2025 um 13:49 Uhr).
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