gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
4 Radtage Südbaden
4 Radtage
Südbaden
4 Radtage Südbaden
Keine Flugreise
Deutschlands wärmste Gegend
Kilometer sammeln vor den Wettkämpfen
Traumhafte Trainingsstrecken
Training auf dem eigenen Rad
30.04..-03.05.2026
EUR 199,-
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Kann, soll oder darf die künstliche Intelligenz das menschliche Denken substituieren?
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 02.12.2024, 13:28   #387
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.853
Zitat:
Zitat von Meik Beitrag anzeigen
Ob vielleicht ein erhöhter Blutwert XY auf ein höheres Risiko von Krankheit Z schließt kann auch der beste Arzt nicht feststellen wenn er sich nur um einen oder eine handvoll Patienten kümmert.
Statistik ist natürlich etwas anderes; die KI kann sichr helfen, Korrelationen zu finden - die Frage der Kausalität und der Relevanz für dei Einzelfall kann aber nur ein Mensch entscheiden, finde ich.
Zitat:
Zitat von Meik Beitrag anzeigen
Eine KI die Unmengen Daten auswerten und Zusammenhänge herstellen kann ist da kein Ersatz für einen guten Arzt, aber eine deutliche Ergänzung und auch Arbeitserleichterung.
Die Arbeitserleichterung sehe ich in der Forschung, der Arzt, der am Patienten arbeitet, muß zuerst den Einzelnen im Blick haben, und nur sekundär die Statistik.
Zitat:
Zitat von Meik Beitrag anzeigen
Hat z.B. im Krankenhaus ein Patient alle Vorerkrankungen und Medikamente angegeben, alle Riskiken, alle relevanten Blutwerte, ...? Eine KI kann da viel manuelle Auswertung ersparen, Medikamente automatisch ausschließen, Dosierungen empfehlen, ... überlastetes Personal kann nicht alle Patientenakten der letzten 10 oder mehr Jahre vollständig durcharbeiten ob da vielleicht irgendwo was steht was für den aktuellen Fall relevant sein könnte.
Die aktuell geplante Akte wird aber auch nicht rückwirkend aufgefüllt; d.h. was Du beschreibst wird erst für unsere Kinder oder Enkel relevant sein - wenn das System überhaupt so lange existiert. Ich halte bis dahin den mündigen Patienten für den besseren Weg.
Zitat:
Zitat von Meik Beitrag anzeigen
Wenn ich meine Patientenakten so angucke, das sind in den letzten 10 Jahren mehrere Ordner ... unzählige Blutwerte, EKGs, MRT und was weiß ich, sämtliche Behandlungen, Reha, Kur, alle Diagnosen. In der Menge ist das ohne KI gar nicht auszuwerten, vor allem nicht wenn es im Aktufall auch mal sehr eilig sein kann.
Im Akutfall macht es die KI auch nicht, weil u.U. keiner berechtigt ist, auf die Daten zuzugreifen. Meistens muß man auch nicht alles auswerten, sondern die 2 - 3 Fallrelevanten Informationen vermitteln - die Entscheidung, was Fallrelevant ist, würde ich ungern allein der KI überlassen.
Zitat:
Zitat von Meik Beitrag anzeigen
Trotzdem kann IMHO KI nur eine Ergänzung sein und den Arzt nicht ersetzen. Aber ihm wieder mehr Zeit für den Patienten verschaffen.
Da stimme ich zu. Allerdings hat der Arzt heute auch nicht wegen Aktenstudium zu wenig Zeit für den Patienten, sondern wegen systembedingen Verwaltungsaufwand und wirtschaftlich erzwungener Zeittaktung. (bei meiner Frau im Krankenhaus schaut der Artz regelmäßig nach Arbeitsschluß in Zivil vorbei, und nimmt sich dann mehr Zeit, als bei Visite oder sonstigen "normalen" Terminen.)
__________________
“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Schwarzfahrer ist offline   Mit Zitat antworten