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Zitat von Schwarzfahrer
Für seltene Krankheiten ist es z.T. sehr schwierig, Forschungsgelder zu finden, und ohne private Spender liefe da nicht viel.
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Eine ehemalige sehr gute Bekannte war direkt in der Phase vor der klinischen Zulassung besserer / neuer Medikamente für seltene Krankheiten. Einerseits könnte / würde kein privater Spender genug Geld da lassen, um die nötigen Studien und Kampagnen zu finanzieren. Anderseits ist der kommerzielle Aspekt irre: Wenn ich nur in Deutschland 20 chronische Patienten habe, deren Medikation pro Jahr je 100.000 € einbringt, sind das sichere 2 Mio pro Jahr. Die Bekannte hatte entsprechend ein mehr als üppiges Budget.
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Zitat von Schwarzfahrer
Die Medizinkosten für die letzten Lebensphasen explodieren z.T. auch aus Angst, wegen Unterlassung verklagt zu werden. Real muß auch Ethik immer wieder mit anderen Faktoren (Geld, Justiz, ...) abgestimmt werden. Es läuft auf Priorisierung von Zielsetzungen hinaus, nicht ist per Definition anderen Überlegen, (fast) alles ist Verhandelbar.
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Wenn es die Gefahr von Unterlassungsklagen nicht gäbe: Wem schaltet man die Maschinen ab oder wem verweigert man die Medikamente und nach welchem Kriterium? Das ist eine zutiefst und nur ethische Frage.
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Zitat von Schwarzfahrer
Nein, nicht ausgeblendet, es ist aber eben nur ein Aspekt unter vielen, und nicht immer und nicht für jeden der wichtigste - und nicht jeder sieht das gute Leben für unsere Kinder in gleicher Weise gesichert.
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Es sollte der einzige Aspekt sein. Wir Menschen haben eine sehr engen Wohlfühlkorridor und waren mit der Umwelt gut ausbalanciert. Kannst Du Dir ein gutes Leben in einer Marskolonie vorstellen? Ich nicht.