Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Ja, ich glaube auch, daß Umweltschutz am effektivsten ist, wenn es mit wirtschaftlichen Interessen korreliert. Wenn der Regenwald oder die Elefanten einen Wert darstellen (Tourismus, nachhaltiger Handel mit Tropenholz, Elfenbein, etc.), werden die Menschen diese schützen und bewahren, um ihre Einkommensquelle zu erhalten. Wenn man zum Schutz alles nur abriegelt und Handel verbietet, dann wird das monetär wertlos, ...
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In der Regel sind die Verursacher vom Umweltschäden an anderer Stelle als die Umweltschäden selbst. Der direkte Zusammenhang zwischen den Verursachern und den Geschädigten besteht nicht.
Beispiel: Die Australier können so lange sie wollen ihre Korallenriffe als wertvolle Ressource für ihren Tourismus ansehen. Das kümmert die Emittenten von CO2, die über den ganzen Globus verteilt sind, nicht die Bohne. Selbst wenn in den Riffen 25% aller Fische ihre Brutstätten haben.
Anderes Beispiel: In Deutschland wird regional das Wasser knapp. Es hat bereits einen Preis. Von ihm geht aber keinerlei Steuerungswirkung auf die Ursache, den globalen Klimawandel, aus. Wir können den Wasserpreis auch nicht in solche Bereiche anheben.
Elefanten mögen für den afrikanischen Tourismus eine wertvolle Ressource darstellen. Sobald in deren Habitat ein wertvollerer Rohstoff abgebaut werden soll, steht dieser in wirtschaftlicher Konkurrenz zum Überleben der Elefanten. Was das bedeutet, sehen wir überall auf der Welt.
Es ist typisch für eine wirtschaftsliberale Haltung, wie sie auch Lindner vertritt, das Problem einfach zur Lösung zu erklären und weiterzumachen wie bisher.