Zitat:
Zitat von FloRida82
Ehrlich gesagt liest man zwischen deinen Zeilen schon deinen Bewegungsdrang raus.
Bist du auch glücklich oder schreibst du nur darüber wie du glücklich sein könntest?
Wir gehen (wie der gute Alman) hier im übrigen von einem sehr klassischen Vater, Mutter, Kind, 9-to-5, Reihenendhaus mit kleinem Garten Ding aus (so kommt es mir vor).
Andere haben von vorne herein ein ganz anderes Setting und verteilen sich über den halben Erdball...oder noch schlimmer....sind auf die Deutsche Bahn angewiesen (das größte Chaos aus Ort & Zeit).
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Ich bin sehr glücklich. Und ich habe einen großen Bewegungsdrang, den ich aktuell aber auch mit 10h/Sport pro Woche gut befriedige. Den Stress von strukturiertem LD-Training mach ich mir aber garantiert die nächsten Jahre nicht. Für mich hat Sport nicht zwangsläufig was mit Wettkämpfen zu tun, ich erfreue mich auch einfach so daran fit zu sein. Freue mich aber auch drauf, in der W45 oder so dann wieder anzugreifen. Wie gesagt, alles hat seine Zeit.
Bei uns ist gar nichts "klassisch", wir arbeiten beide Vollzeit und teilen alles, d.h. Kinder, Haushalt etc. 50/50. Wir haben aber ein hohes Maß an Flexibilität und arbeiten recht viel nach 20 Uhr, was uns Freiräume am Tag ermöglicht. Unsere Kinder holen wir zwischen 15 und 15:30 ab, also alles im Rahmen. Klar, jeder Tag ist abgesprochen und durchgetaktet, aber es läuft. Aber das alles alleine zu bewältigen wäre, ist eine Illusion- um Zeit für den Sport zu haben, haben wir eine ca. 6h pro Woche eine Haushaltshilfe. Manchmal gönnen wir uns auch 2h eine Babysitterin um zusammen zum Vereinstraining zu gehen (sehr selten). Und die Einkäufe werden manchmal auch geliefert oder wir bestellen halt mal ne Pizza. Wir lagern aus was wir können, damit die Quality Time (d.h. Zeit für sich und die mit der Familie) bleibt. Familiäre Unterstützung haben wir nicht. Anders würde unser Konstrukt nicht funktionieren. Ich kenne nahezu kein Paar mit Kindern, wo beide in einem "klassischen" Job in Vollzeit oder nahezu Vollzeit arbeiten.
Und ja, unsere Wege sind so gut es geht minimiert, Kindergarten und Schule schnell per Rad, Schwimmbad in 300m, viel Home Office, städtische Wohnlage wo nahezu alles mit Rad oder zu Fuß erreichbar ist. Sowas darf man auch nicht unterschätzen. Kenne Leute die ne Stunde rumkurven um zum schwimmen zu fahren- wäre das bei mir der Fall, wäre ich seit 6 Jahren nicht im Wasser gewesen.
Das schwierigste in dieser Rush Hour des Lebens (der Begriff passt wirklich) ist es, die Partnerschaft nicht aus den Augen zu verlieren. Oft funktioniert man nur. Schiebt sich Aufgaben und Verantwortungen zu und versucht sich irgendwelche Freiräume zu schaufeln. Und sobald die Kinder dann ein gewisses Alter haben, beobachten wir plötzlich eine Scheidung nach der anderen. Ich denke, oft wird vieles über Jahre so hingenommen, bis dann alles eskaliert und man in einem ruhigen Moment mal reflektiert, was da so die letzten Jahre passiert ist.
Zitat:
Zitat von mwpk71
Das kann aber nur funktionieren so lange keine Kinder im Spiel sind.
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Das dachte ich auch...