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Zitat von keko#
Bei 12h Netto Training dreht sich mehr oder weniger die gesamte Freizeit um den Sport, falls man Vollzeit arbeitet. So ehrlich sollte man schon sein. Das merkt man erst, wenn man diese 12h Netto nicht mehr investiert.
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Ja, das ist schon ein Brett- und bei mir gelang das nur durch flexible Arbeitszeiten, gut genutzte Mittagspausen und ein Großteil des Trainings unter der Woche (denn am Wochenende ist Familienzeit). Ich mag mich nicht mehr so verbiegen müssen. Es geht auch anders (und macht mehr Spaß).
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Zitat von Schwarzfahrer
Sehr richtig. Gibt es überhaupt etwas im Leben, was man so hoch priorisieren muß, daß man dafür andere sehr wichtige Sachen opfert? Für viele offenbar schon, sonst hätten wir nicht so viele geschiedene Paare im Bekanntenkreis (meist keine Triathleten).
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Ja, im wesentlichen ist das doch der Kern. Es ist ja nicht nur der Triathlon, sondern auch der Job und vielleicht auch andere Dinge, die man vorher im Leben so hatte. Wieviel Zeit da eigentlich war, merkt man erst, wenn die Kinder da sind. Für mich selbst war es leichter zu rechtfertigen, meine berufliche Karriere weiter zu verfolgen, als meine (nun knappe) Zeit in weitere LD-Vorbereitungen zu stecken. Und alles auf einmal geht halt nicht.
Am Ende ist wahrscheinlich die Gleichberechtigung das wichtigste- wenn ein Mann viel arbeitet und nebenher eine LD-Vorbereitung absolviert, die Frau aber zu Hause auf die Kinder aufpasst, dann ist die Scheidung doch vorprogrammiert. Wenn der Mann aber in Teilzeit geht, um sich zeitliche Freiräume zu schaffen, die Frau auch genauso ihre Freiheiten bekommt, sei es zum Sport, zum Arbeiten oder was auch immer, dann kann es gehen (Achtung, das geht auch alles andersherum, entspricht aber so einfach dem noch aktuellen Bild).
Der Tag hat 24h, für alle. Man muss sich gut überlegen, wofür man diese verwendet.
Ich brauche meine gute Stunde Sport am Tag- was ich (glaube ich) nicht mehr brauche, sind 5 stündige Radfahrten am Wochenende oder Trainingslager.
Und wenn man, so wie ich, den Ehrgeiz nicht abschalten kann, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob man nicht ein paar Jahre nur eine Disziplin trainiert? Man überlege sich mal, wieviel 8-10h Laufen pro Woche wäre...