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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Depression und Training
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 28.08.2024, 15:21   #22
nuerphil
sagt "Hallo allerseits!"
 
Benutzerbild von nuerphil
 
Registriert seit: 24.05.2021
Ort: Cochem
Beiträge: 6
cooler Thread - und Respekt an jeden, der mit Depression o.ä. im Triathlon aktiv ist und es schafft dadurch mehr Spaß am Leben zu gewinnen..

Was ich (29 Jahre, M) mit 6 Jahren seit meinem Ausdauersport-Einstieg (im Ausland/ CH viel alleine trainiert; 3 SD, 3 OD, 3MD, 1 Marathon absolviert; Jobeinsteiger Startup; eher wenig soziale Kontakte ausserhalb der spannenden Arbeit; Bindungsstörung, reziv. Depression) anmerken möchte und wem meine Erfahrungen eventuell helfen:
  1. 1 Wichtig ist erstmal, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich der Muster bewusst zu werden (ist bei mir erst aktuell ein Thema). Habt ihr neben der (evtl. kleinen) Depression auch sonstige (soziale) Ängste, die diese beflügeln?! So könnt ihr auch folgende meiner Ausführungen verstehen:
  2. 2 Übertreibt es nicht mit den Traingingszeiten und Zielen. Das Trainieren mit mehr als 8h die Woche macht euch ohne Verein/Gruppe ggf. nicht zufriedener, sondern kann sehr isolierend wirken (+ narzistischer und zentrierter Lebensstil). Dies trifft insbesondere zu, wenn man sich über den Sport Bestätigung holt, die man sich sozial nicht holen kann/möchte.
    Daher unbedingt mit Gleichgesinnten trainieren und den Kontakt suchen.
    Ich habe beispielsweise mein Ziel Langdistanz 2025 erstmal über Board geworfen - das kann ich zeitlich und sozial mit meiner Situation nicht vereinbaren. Jetzt bin ich wieder zurück in DE und habe einen tollen Tri-Verein gefunden und freue mich immer auf die Trainings auf der Bahn .
  3. 3 Ein Trainingsplan, egal ob von Kurz bis Langdistanz, strukturiert den Tagesablauf enorm und weiter. Aber vergesst nicht euren "sozialen Trainingsplan"
  4. 4 Oft habe ich das Gefühl, dass mich Krafttraining (=Testo) hormonell mehr beflügelt, als Triathlon-Training. Laufen in der Gruppe und Radfahren mit Freundin oder Verein sind einzeln auch sehr beflügelnd, aber ich finde ein richtiger Trainingsplan kann je nach Volumen sehr schlapp machen und depressive Gedanken/Verhaltensweisen fördern. Das trifft insbesondere beim Marathon-Training (bei mir) zu.
  5. 5 Strava und Insta über Board werfen hilft (mir) enorm

Keine Ahnung ob es wem hilft - musste es mal irgendwo loswerden.

Ich denke grundsätzlich gehören manche Schwierigkeiten v.a. bei Langdistanzprojekten dazu, doch Menschen ohne Depression/Krankheit verfügen da über mehr Reserven, sprich ein anderers Selbstbild und evtl. soziales Netz, um damit umgehen zu können.

Geändert von nuerphil (28.08.2024 um 16:27 Uhr).
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