Zitat:
Zitat von Genussläufer
Ich glaube eher an ein Modell in der Mitte. Das Problem ist definitiv da und es muss etwas getan werden. Wahrscheinlich wird man schon deshalb tendenziell in Richtung Kreislauf Wirtschaft gehen, weil Rohstoffe teurer werden und nicht unendlich vorhanden sind. Wenn Länder wie China und Indien einen höheren Lebensstandard erreicht haben, werden Themen wie Klimaerwärmung höher priorisiert werden. Damit hätte man auch eine Gesprächsgrundlage.
Den dystopischen Fall kann ich aus sehr banalen Gründen nicht sehen. Ich habe keine blasse Idee, woher die ganzen zusätzlichen fossilen Brennstoffe herkommen sollen. Insbesondere das Ölproblem wird sich in den nächsten 100 Jahren ohne Zutun gelöst haben. Es wird kein Öl mehr geben. Spätestens dann, wird man Alternativen haben (müssen).
|
Letzteres (das Aufbrauchen der fossilen Reserven in der Erde) würde zu einem Anstieg der durchschnittlichen Temperatur bis 2100 um ca. 4-5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau führen, was katastrophale Auswirkungen hätte und zu einer dystopischen Situation in den meisten Teilen der Erde führt. (Es wären ca. 700 Milliarden CO2 beim Erdöl, 500 Millionen beim Erdgas.). Konkret: Hungerkrisen, Gesundheitskrisen, Unbewohnbarkeit, Meeresanstieg, Überschwemmungen im Inland, Infrastrukturzerstörungen, Hurricans, Massenmigration, Kriege, Reduktion der Menschhheit. Abgeschottete reiche Regionen und überwiegend dystopische Regionen prägen das Bild der Erde (in 80 ! Jahren).
Das mittlere Szenarium zeichnet sich IMHO dadurch aus, dass Regionen aus 1 und 3 relativ autonom nebeneinander bestehen. Darauf bewegt sich die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Entwicklung hin.