Zitat:
Zitat von keko#
Ich wäre der Letzte, der den Kapitalismus in Frage stellt. Nur dessen Auswüchse.
- internationle Großunternehmen
- der globale Finanzkapitalismus
- Superreiche, die ganze Staaten aufkaufen könnten
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Das ist eine echte Herausforderung. Da bin ich bei Dir. Hier ist aber nicht der Kapitalismus schuld, sondern die Aufsicht und die internationalen Absprachen. Ich sehe die Vermeidung und Bekämpfung von Monopolstrukturen kritisch. Diese zu unterbinden wäre eine hoheitliche Aufgabe des Staates bzw. der Staaten. Das passiert aber nicht. Und Teilen können zumindest Oligopole auch sinnvoll sein. Aber auch das gehört reguliert. Marktmanipulation oder die Möglichkeit dazu lässt die Vorteile des Kapitalismus in Teilen zerbröseln. Superreiche agieren insbesondere aus den USA heraus auf Basis von Stiftungen zum einen staatlich gefördert und darüber hinaus ohne oder mit begrenzten Offenheitspflichen. Das könnte man leicht verbessern.
Es gibt übrigens ein Land, dass hier sehr konsequent gegensteuert. Das ist China. Hier sind die Eingriffe ziemlich exakt in Richtungen, die von vielen Kapitalismuskritikern gefordert werden. In unseren Gazetten kommt das wirklich übel rüber. Die Eingriffe ins Monopolrecht (Alibaba, der gesamte Bildungssektor) macht China unterm Strich noch stärker. Dass die KP diese Stärke nicht nutzt, im demokratische Strukturen aufzubauen, ist davon losgelöst.
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Geld ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern bedeutet auch Macht und Einfluss.
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Das gilt auch für Staaten.
Noch eine Anmerkung zu den global agierenden Unternehmen. Hier müsste man auch wieder zusammenarbeiten und staatenübergreifende Lösungen finden. Dafür müsste man die Ansprechpartner der anderen Staaten auf Augenhöhe begegnen. Auch das ist aktuell nicht unsere Stärke.