Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Möglichkeit 2: Eine Überprüfung des Glaubens auf Glaubwürdigkeit findet nicht statt. Fakten haben keinen Einfluss auf den Glauben.
Hältst Du Möglichkeit 2 für eine moralische Position? Handelt jemand moralisch, wenn er sich bei seinen Handlungen nur vom Glauben, nicht aber von Fakten leiten lässt?
Ich spitze diese Gedanken etwas zu, weil Du irrationales Handeln in einen Zusammenhang mit Moral zu bringen scheinst. Dem stellst Du ein "Handeln aus Einsicht" gegenüber, was für Dich die problematischere Position zu sein scheint.
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Nein, natürlich nicht. Natürlich müssen Hypothesen überprüfbar sein, ansonsten wären es keine Hypothesen im wissenschaftlichen Sinne und wir würden 3000 Jahre circa Menschheitsentwicklung über Bord werfen. Ansonsten gebe ich dir völlig Recht, denn es müssten diejenigen, die unwissenschaftliche, also nicht überprüfbare Hypothesen in die Welt setzen in ihrer Glaubwürdigkeit bezweifelt, zumal falls naturwissenschaftliche Fakten geleugnet werden (Dogma).
Wer sich der Realität nicht stellt oder sich der Überprüfung des Glaubens auf Glaubwürdigkeit entzieht handelt (dogmatisch), insofern moralisch, indem sich sozial verhalten wird. Weil wir für Soziales kaum noch Zeit haben und für die damit wirklich wichtigen Dinge. Vgl. qbzs Anmerkung zu deinem Bildchen. Kein Geld für einen Erzieher da? Ist das rational oder einfach nur brutal kalt? Oder einfach nur assozial?
Ich glaube, dass Religion oder Glaube viel mit Zeitmessung zu tun hat. Und damit übertreiben wir es ganz megamäßig. Sogar Aktienkurse betrifft das. Dem stelle sich die irrationale Komponente des Menschen entgegen, die uns ja auch macht zu dem was wir sind. Soziale, kommunikationsfähige Wesen.
Ich hoffe, dass die Kinder im Heute und in Zukunft soziale Genies sind bzw. werden. Wie sollte sonst die Welt gerettet werden? Durch Einsicht? Fürchte das wird so nichts. Leider.
