Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Natürlich ist der Islam in weiten Teilen eine frauenfeindliche Religion – so wie der Katholizismus auch.
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Dieser Vergleich ist in meinen Augen ungeheuerlich. Der Katholizismus ist lange aus dem Mittelalter raus, es werden seit Jahrhunderten keine Frauen umgebracht wegen der Verletzung einer anachronistischen und Frauenfeindlicher Moralvorschrift oder ablegen eines Kleidungsstückes. Erzkonservative Katholiken haben höchstens veraltete Vorstellungen über die Rolle der Frau - aber mangels gesellschaftlichen Rückhalts können sie davon praktisch nichts durchsetzen gegen den Willen der jeweiligen Frau. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du hier keine massiven Unterschiede erkennst.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Dass ersterer vehement bekämpft, letzterer aber übersehen wird, und dass das rechte Lager bei den Frauenrechten der Gesellschaft stets hinterher hinkt, zeigt, dass es in der Kopftuchdebatte nicht um die Stärkung der Rechte von Frauen geht, sondern um die Einschränkung der Rechte von Ausländern.
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Nein es geht nicht um die Einschränkung der Rechte von Ausländern (mal wieder eine unsinnige pauschalisierung), sondern um die Einschränkung der Wirkmacht einer archaischen, frauen und allgemein menschenfeindlichen Ideologie - zumindest in diesem Land. für mich ist Kampf gegen Rechtsextreme und militanten, archaisch orientieren Islam gleich wichtig, da beide vergleichbares Gefahrenpotential für die Gesellschaft bergen. Solange Islamkritiker hierzulande unter Polizeischutz leben müssen, darf dieser Kampf nicht als überflüssig oder gar als beendet angesehen werden.