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Alt 25.09.2023, 09:59   #5680
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.741
Zitat:
Zitat von El Stupido Beitrag anzeigen
Merz schrieb explizit von "(...)ausländerfeindliche, rassistische, diskriminierende, frauenfeindliche und homophobe Sachen(...)" und du antwortest mit "(...) dieser Beschneidung von 'Meinungsfreiheit'(...). Da nützen auch deine Anführungszeichen nichts, in die du das Wort Meinungsfreiheit gesetzt hast. Für eben das was Merz anführte braucht es Kontra.
Es geht nicht immer nur um "strafrechtlich relevante Dinge" wie du schreibst.
Um dich erneut selbst zu zitieren: "Denn des einen Freiheit endet immer da, wo die Freiheit eines anderen begrenzt wird." Geht es dich also was an, wie jemand anderes z.B. seine Religion oder seine Sexualität auslebt? Du kannst sich zum Beispiel ohne ""strafrechtlich relevante Dinge" auf transfeindlichem Parkett bewegen und dann eben genau die Freiheit anderer beschneiden.
M.E sind [Zitat] "ausländerfeindliche, rassistische, diskriminierende, frauenfeindliche und homophobe Sachen" sofern sie die [Zitat] "Freiheit anderer beschneiden" wenigstens in in Deutschland strafbewehrt. Das hat dann mit Meinung nichts mehr zu tun. Wenn man von solchen [Zitat] "Sachen" Kenntnis erlangt oder betroffen ist, kann man diese zur Anzeige bringen.

Selbstverständlich bewegt sich das Wertesystem der Mehrheit einer Gesellschaft über die Jahrzehnte weg von dem, was im gesetzlichen Rahmen Niederschlag findet. Letzterer ist hier meist zu langsam.

Als Konsequenz muss derjenige, der dem Wertesystem der Mehrheit der Gesellschaft konträre Ansichten öffentlich oder in privatem Rahmen äußert, ggf. mit starker Gegenrede oder gar gesellschaftlicher Verachtung oder Sanktionierung rechnen. Die sozialen Konsequenz hängen natürlich vom Umfeld ab. Was das "Sagbare" in Hamburg angeht, juckt mich nicht, solange ich nicht dort bin bzw. mich dort Äussere.

Die Form der gesellschaftlichen Sanktionierung oder gar Verachtung ist m.E. heutzutage zum Teil eskaliert. Kleinste Abweichungen werden durch mediale oder gruppenspezifische Übermoralisierung dem konstruktiven Diskurs und der sachlichen Bewertung entzogen - es bilden sich extrem schnell Fronten und die Dinge werden Kategorisch. Man erinnere sich nur an die Debatte um die Corona Impfpflicht. Hier war man je nachdem zu welcher Zeit man seine Meinung Pro/Contra Impfpflicht war, entweder Faschist oder für den Tod von Menschen verantwortlich.

Ich plädiere insgesamt für einen deutlich weniger aufgeregten Umgang mit abweichenden Meinungen.

Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten