Zitat:
Zitat von Gregor
Sehr geile Sache! Gratulation! Das in "" ist so gut wie immer eine Lüge, egal, worum es geht. Ich habe aus meinen Umfeld schon Stories von "erfolgreichen Alkoholikern" gehört, die seit rund 40 Jahren trocken sind. Die haben eines Tages sagst "so, das war mein letztes Glas Alkohol" und hielten sich ab sofort an ihr Wort.
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Ich habe in meinen letzten 15 Berufsjahren, wo ich regelmäßig mit schwerst alkoholkranken Menschen zu tun hatte, so einige von „noch Arbeit und Familie“ über die Obdachlosigkeit bis zum Tod begleitet. Alkohol ist schon eine heftige Droge, sowohl was die Abhängigkeit, als auch die Giftigkeit für den Körper betrifft. Gibt für letzteren Punkt kaum vergleichbares, Methamphetamin vielleicht, selbst Tabak /Nikotin finde ich da (etwas) harmloser.
Als ich noch Nachtdienste gemacht habe, hatte ich regelmäßig mit alkoholintoxikierten Menschen zu tun. Was ich da an fehlender Steuerungsfähigkeit, Aggression, Gewalt aber auch Trautigkeit und Verzweiflung erlebt habe, hat zunächst dazu geführt, dass ich immer weniger getrunken habe und nie mehr so viel, dass ich es wirklich gemerkt habe quasi als „Nebenwirkung“.
Aber ganz ehrlich: Abends ein Pint schottisches Real Ale merke ich am nächsten Morgen beim Schwimmen oder laufen vor dem Frühstück. Deshalb schon seit fast 2 Jahren gar nix mehr, ohne das irgendwie rituell oder bewusst entschieden zu haben.
Eine nicht kleine und wertvolle Sammlung von Schottisch Single Malts und Rotweinen verstaubt zunehmend. Der kulinarisch genussvollen Seite trauere ich manchmal doch nach.