Zitat:
Zitat von TriVet
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Als ich ca. 1990 ein Erasmus-Stipendium wollte, mußte ich auch (u.a.) nachweisen, dass ich die Sprache zumindest elementar beherrsche.
Nehme ich jemanden in meinem Haus auf, so erwarte ich, dass sich der Gast bemüht und nicht, dass ich zB seine Sprache lernen muss(!, aber natürlich gerne will) oder seine Sitten, so sie meinen widersprechen, vorbehaltlos akzeptieren oder gar übernehmen muss. Er darf in seinem Haus ja gerne die Füße auf den Tisch legen. aber nicht in meinem.
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In NYC lernte ich ganze Viertel kennen, wo Menschen kaum englisch sprachen. Sie waren bei jemanden angestellt, der ursprünglich aus dem gleichen Heimatland kam wie sie. Es gibt ganze Straßenzüge wie in der alten Heimat (wer neben wem wohnt).
Wenn du in deinem neuen Land viele Menschen mit gleicher Nationalität auffindest, verliert sich irgendwann der Druck, die neue Sprache zu lernen. Du genießt die Annehmlichkeiten des neuen Landes, lebst aber wie gewohnt.
Es ist auch ein Unterschied, ob man als Deutscher in ein europäisches Land zieht, oder als Syrer hierher.