Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Kernkraftwerke sind weder einfach noch billig. Sie sind extrem komplex, haben ein ungelöstes Müllproblem und produzieren den Strom teurer als alle Erneuerbaren.
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Bestehende Kernkraftwerke weiter laufen lassen wäre viel billiger gewesen, als neue Gaskraftwerke und viele Windkraftanlagen aufzubauen; sie hätten auch den ab da gerechneten zusätzlichen Strom nicht teurer geliefert als die Windkraftanlagen, dafür mit einer viel höheren Verfügbarkeit. Und sie wären umweltfreundlicher gewesen, als die Kohlekraftwerke, die wir jetzt wieder zusätzlich in betrieb genommen haben. Egal wie man die langfristige Zukunft von Kernkraft sieht: angesichts der behaupteten Dringlichkeit der Senkung von CO2-Ausstoß war der Atomausstieg extrem kontraproduktiv. Ist es so schmerzhaft, zuzugeben, daß es ein Fehler war? Ich war in den 80-ern und 90-ern auch sehr kernkraftkritisch - heute sehe ich es anders.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Auf Deutsch, Du weißt es nicht.
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Ja, was zukunftssicher ist, weiß keiner, ich genauso wenig wie sonst jemand. Meine Unsicherheit stammt vor allem aus der Erfahrung, daß Politiker jederzeit aus wahltaktischen oder ideologischen Gründen bereit sind, auch funktionierenden und sicheren Technologien den Stecker zu ziehen. Das erzeugt eine so hohe Unsicherheit bei Investoren, daß es schwer sein wird in den nächsten Jahren Firmen zu finden, die bereit sind Investitionen in Energie-Infrastruktur mit langjähriger Laufzeit in Deutschland zu tätigen - zu groß ist das Risiko, daß vor der Amortisation die Technologie politisch abgewürgt wird. Und ich finde es sehr ungesund und riskant, wenn Firmen nur noch in subventionierte Technologien investieren.