Ich habe hier ja berichtet, dass mein Grundversorger EON mir eine Preiserhöhung auf 55 cent/kwh geschickt hat. Das bestätigt jetzt auch der Nordkurier für diese Region:
Zitat:
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Im Bereich Templin, wo der Energiekonzern E.ON als Grundversorger für Strom und Gas fungiert, ........, werden bei Strom sogar zwischen 49,88 Cent/kWh und 56,88 Cent/kWh berechnet.
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https://www.nordkurier.de/uckermark/...651397702.html
Meines Erachtens nützt EON einfach die Möglichkeit, staatliche Subventionen bis zum maximal Möglichen für ihre Gewinne abzugreifen. Bei den letzten Quartalszahlen meldete EON auch ein sehr starkes Gewinnwachstum mit entsprechenden Gewinnprognosen. Kein Wunder.
Da der Differenzbetrag ab 40cent vom Staat bzw. Steuerzahler bis 80 % des Verbrauches subventioniert wird, besteht für den Kunden nur einen geringen Druck, den Anbieter zu wechseln, da auch die Konkurrenz jeweils deutlich über 40 cent liegt (Ich bezahle jetzt 47cent bei Vattenfall), d.h. in der Abschlagszahlung macht sich alles über 40cent nur relativ gering im Umfang von 20 % des Verbrauchs beim Kunden bemerkbar. Allein die städtischen Werke in Prenzlau liegen im gleichen Landkreis deutlich unter 40 cent, bei ca. 34 cent, nehmen aber niemand Neuer ausserhalb Prenzlau´s an.
Meines Erachtens zeigt sich jetzt in der Praxis, was Kritiker vorher schon anmerkten:
1. die Strompreisbremse führt zu überhöhten Preisen der Konzerne zulasten der Steuerzahler, weil die Regierung dem Druck der Lobbyisten gefolgt ist, und die Unterstützung der Verbraucher müsste anders geregelt sein z.B. Direktzahlungen.
2. Preisunterschiede zwischen 34 - 56 cent in der Grundversorgung im gleichen Landkreis innerhalb von 35 km sind einfach komplett absurd. Es braucht wieder überall eine staatliche Grundversorgung mit Energie und eine Rücknahme der Privatisierungen.