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Zitat von svmechow
Ja das ist wohl wahr. Und nicht lustig.
Ich bin (tatsächlich als einzige meines sonstigen sozialen Umfeldes) erklärte Unterstützerin der Letzten Generation und ich wünschte, dass wenigstens ein Teil der Energie, die in die Diskussion um die Aktionen investiert wird, direkt in Maßnahmen zum Klimaschutz flösse.
Ich bin (noch) nicht bereit und (noch?) zu feige, selber gesiebte Luft zu atmen und daher nicht involviert in gesetzeswidrige Handlungen. Ich kann das aber nicht mit letzter Gewissheit und für alle Zeiten ausschließen.
Das war schon früher so und daran hat sich nichts geändert: wo Unrecht zu Rechtwird, wird Widerstand zur Pflicht. Ich hätte nur niemals gedacht, dass ich eines Tages wieder diese alte Kamelle aus dem Hut ziehen müsste.
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Mir geht´s genauso. Ich habe große Hochachtung vor den jungen Menschen, die sich so engagieren, weil die erwachsenen "Verantwortungsträger" genau das nicht tun und sich denken: nach mir die Sintflut. Meine/unsere Generation (50+) sitzt an den Schalthebeln der Macht und könnte tatsächlich was tun. Aber die Jungen? Denen bleibt doch nur der Aktionismus. Meine Hochachtung haben die Jungen!
Zitat:
Zitat von noam
Wir haben ja nun in D ein Versammlungsrecht, dass man für Aktionen nutzen kann ohne Menschen für seine Interessen in Geiselhaft zu nehmen, die gerade andere Sorgen haben.
Widerstand in unserem System bedeutet, Bewusstsein zu schaffen, Interesse zu wecken und daraus Mehrheiten zu organisieren. Gerade die letzte Generation zerstört hier gefühlt eher mehr von dem, was an Problembewusstsein geschaffen wurde, als dass es Mehrheiten schafft.
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Ah ja, wer die Probleme aufzeigt, zerstört das Problembewusstsein??? Welches Problembewusstsein? Ich wiederhole mich: Die aktuellen "Verantwortungsträger" verweigern doch jede ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem des Klimawandels, wenn sie ihn nicht gleich ganz leugnen. Ich erkenne da wirklich kein Problembewusstsein, das zerstört werden könnte.