Zitat:
Zitat von Gelbbremser
Ich kann dir da in vielem zustimmen. Jedoch ist eine Gewerkschaft nur so stark, wie ihre Mitglieder, und wenn es halt wenige sind kommt halt so was dabei raus.
Ich gehe davon aus, dass im Bankensektor der Organisationsgrad sehr gering ist.
In Sparkassen, die einen Tarif des öffentlichen Dienste haben, da ist dies so. Da sie aber am TVÖD dranhängen profitieren sie davon.
Und ich denke du kennst das Prozedere der Tarifverhandlungen...., wie sich die Tarifkomisssion zusammensetzt, gescheiterte Verhandlungen, Urabstimmung und so, wegen der Frage ob die verdi Führung auf Streiks zurückgreifen kann.
Es ist bei einem Erzwingungsstreik eher eine Frage der Finanzierbarkeit. Und sind dann wieder beim Organisationsgrad.
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ich habe den Abschluss einfach als ganz aktuelles Beispiel für eine viel zu lange Tariflaufzeit gewählt. Niemand kann für 35 Monate die wirtschaftliche Entwicklung prognostozieren, ausserdem sinkt damit auch der Anreiz für Beschäftigte, der Gewerkschaft beizutreten, wenn nur alle 3 Jahre über Tarife verhandelt wird.
Ich kenne natürlich Tarifstreiks. Wir haben damals in der ÖTV, dann Verdi Vertrauensleute in allen Bereichen gewählt, die halt für die KollegInnen auch ausserhalb der Tarifkämpfe aktiv gewesen sind. Das fehlt heute z.B. fast überall. Die meisten Kita´s gehörten übrigens in Berlin noch zum öffentlichen Dienst und die Erzieherinnen bildeten immer eine sehr aktive Gruppe neben der Arbeitergruppe.