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Alt 10.11.2022, 10:14   #1850
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.598
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen
......
Du führst still und heimlich das unterstrichene Wort "schuldenfinanziert" ein. In deinem Zitat steht davon aber nichts.
.........
Da steht also, das die Entlastungsmaßnahmen eine Inflationswirkung haben und das der Staatshaushalt belastet wird. Ok. Fair enough. Von einer Finanzierungsstruktur über Schulden oder gar einer Bewertung derselben steht da nichts. Das hast du einfach eingeführt.
Deinen Vorwurf einer falschen Interpretation an meiner zusammenfassenden Formulierung "schuldenfinanzierte" Entlastung kann ich überhaupt nicht verstehen, habe ich doch die Wirtschaftsweisen komplett zititert, ohne einfach alles fett zu markieren, auch mit:
Zitat:
Gutachten: "Andererseits dürfte der WSF die mit Schulden zu finanzierenden (in meinen Worten halt: schuldenfinanzierten ) Ausgaben stärker auf Energiepreisentlastungen begrenzen als eine neuerliche Ausnahme von der Schuldenbremse im Jahr 2023.
Helmut: "Aha. Da steht, dass die mit Schulden zu finanzieren sind und nicht, dass die mit Schulden finanziert sind. Ist das etwa eine Aufforderung? mangels Alternativen?"

Ja, damit beschreiben sie doch im obigen Kontext primär einen Vorteil des WSF (Zweckbegrenzung der Ausgaben) im Unterschied zu Ausnahmeregelungen von der Schuldenbremse sowie die Art der Konstruktion, der Finanzierung des WSF bzw. der Ausgaben, eben durch Schulden finanziert. Ich vermag da beim besten Willen in meiner Formulierung ("schuldenfinanzierte Entlastungsmaßnahmen") keinen bedeutsamen Unterschied zur Quelle erkennen.

Nächster Punkt:
Ich denke, wir haben uns schon lange darauf geeinigt, dass die neuen 200 Milliarden Staatsschulden der Gassubventionen nicht ursächlich für die Inflation sind, aber eben eine Inflationswirkung haben, weil sie, wie es auch eingangs im Gutachten heisst, die Entlastungen die Nachfrage der Verbraucher und damit den Preisdruck übermäßig verstärken.
Zitat:
Gutachten: "Drittens sollten die Entlastungen die Staatshaushalte nicht übermäßig strapazieren und angesichts der hohen Inflationsraten die Nachfrage und damit den Preisdruck nicht übermäßig verstärken."
oder an anderer Stelle:
Zitat:
Gutachten: "Da diese Maßnahmen grundsätzlich die Nachfrage erhöhen, könnten sie aber den Inflationsdruck erhöhen und sollten daher möglichst gezielt eingesetzt werden."
Fazit: Das Gutachten schreibt den schuldenfinanzierten Entlastungen eine Inflationswirkung zu. Da die Inflation wie sie an anderer Stelle eingangs des Abschnittes ausführen, die ärmeren Schichten stärker betrifft, könnten über die Teilfinanzierung (Erhöhung des Spitzensteuersatzes) der Entlastungen die Inflationswirkung bzw. die Nachfrage und den Preisdruck gedämpft sowie ein Signal für die solidarische Aufteilung der Belastungen gegeben werden.

Zitat:
Gutachten: "Die Belastungen durch die stark erhöhte Inflation unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher individueller Warenkörbe für die einzelnen privaten Haushalte deutlich. Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung haben aufgrund eines höheren Ausgabenanteils für besonders verteuerte Energie und Nahrungsmittel höhere individuelle Inflationsraten. Zudem müssen Haushalte mit einem niedrigen Einkommen einen höheren Anteil ihres verfügbaren Nettoeinkommens für den Lebensunterhalt ausgeben. Im untersten Einkommensdezil haben über 60 % der Haushalte eine Sparquote kleiner oder gleich null und somit nur einen sehr geringen Spielraum, um ihren Konsum konstant zu halten. Daher sind diese Haushalte besonders stark belastet. Inflation führt gesamtwirtschaftlich zu Wachstumseinbußen und Wohlfahrtsverlusten durch eine ineffiziente Nutzung von Ressourcen, Steuerverzerrungen sowie erhöhte Preisanpassungskosten. Je länger die hohen Inflationsraten bestehen bleiben, desto größer wird die Gefahr, dass es zu langfristigen Auswirkungen auf das Verhalten der Haushalte kommt. Dann wäre zu erwarten, dass die Inflationserwartungen steigen, was die Konsum- und Sparentscheidungen der Haushalte nachhaltig beeinflussen dürfte."
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen
Mir wächst diese Debatte langsam über den Kopf, denn es ist im Unternehmen echt viel zu tun. Ich will mich deshalb auch etwas zurückziehen und im Moment nicht mehr so umfangreich posten. Es ist eh alles gesagt zu dem Thema. Sorry.

Ich habe die Gutachtenzitate eigentlich nur deshalb gepostet, weil Du mich kritisiert hast, ich würde nicht bis zur Veröffentlichung des Gutachtens warten und mich auf eine Sekundärquelle (SPON) beziehe. Natürlich geht Dein Unternehmen vor und wir können das gerne hier zu dem Thema beenden. Es wird uns leider wie die Folgen der Inflation und die der Energiekrise noch 2023 weiter begleiten.

Geändert von qbz (10.11.2022 um 15:23 Uhr).
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