Zitat:
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Kurz: Die Diplomatie hat nicht die eine Lösung, die man morgen präsentiert und übermorgen ist der Krieg vorbei. Sondern man robbt sich langsam an eine mögliche Friedenslösung heran, von der man zunächst nicht weiß, wie sie aussehen könnte. "Druck" übt die Diplomatie nicht aus, sondern sie erkundet mögliche Auswege.
Die Diplomatie arbeitet nicht anstelle der militärischen Gegenwehr der Ukraine, sondern parallel dazu. Es ist mir völlig klar, dass die Ukraine sich militärisch wehren will. Die Diplomatie soll parallel dazu den Weg zu einem Frieden finden – oder wenigstens einen Waffenstillstand und Verhandlungen herbei führen.
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Ja, so sollte es ein.
Ukraine soll sich wehren? Ja!
Wir sollen die Ukraine unterstützen? Ja!
Sanktionen? Ja!
Gleichzeitig aber muss die Diplomatie auf Hochtouren laufen. Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen: Bomben fliegen, Menschen sterben, Existenzen werden vernichtet. Es wird also keine Lösung geben, über die sich alle freuen.
Es ist auch kein binärer Zustand - wir die Guten, Putin der Böse - obwohl die Rollen klar verteilt sind. Die Diolpmatie muss im Hintergrund in diesem kleinen Graubereich ansetzen und dort arbeiten.