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Zitat von trithos
Also, ich bin 1,79 m groß und mein Wettkampfgewicht als Läufer waren 76 kg. Damit bin ich vier Marathons unter 2:35 h gelaufen, einen unter 2:30. Selbstverständlich hab ich versucht, leichter zu werden, weil die Gegner meiner damaligen Leitungsklasse etwa zehn Kilo weniger hatten. Als ich es dann auf 72 kg geschafft hatte, war ich muskulär am Ende. Beispielsweise haben bei schnellen Läufen die Oberschenkel "gebrannt" und ich war weit weg von meiner gewohnten Laufleistungsfähigkeit. Also hab ich mich wieder auf 76 kg raufgefressen und alles war wieder gut.
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Ein solch hoher BMI ist bei reinen Läufern dieses Leistungsniveaus extrem selten. Ich nehme an, dass du dich mit Ernährung ausführlich befasst hast, wobei es mir fast unerklärlich ist, wie man als sehr starker Läufer (in Österreich ist man aktuell Top-Ten mit unter 2:30) bei dafür notwendigem Trainingsumfang so ein Gewicht bei so einer Körpergröße haben kann.
Jedenfalls gilt, je weniger man isst, desto sportspezifisch optimierter muss die Nahrung sein. Wenn man es gewohnt ist, seinen Kalorienbedarf zu einem großen Teil mit Süßigkeiten zu stillen, läuft man schnell in ein muskuläres Defizit, wenn man Gewicht machen und weiter hohe Trainingsumfänge absolvieren möchte.
Im Übrigen ist auch das Herz ein Muskel und sogar der kann angeknabbert werden, wenn die Ernährung nicht dem Trainingsumfang angepasst ist. Was zur Folge hat, dass der Motor immer kleiner wird, je höher der Trainingsumfang ist und man letztlich immer schwächer wird.