Zitat:
Zitat von Hafu
....
Auch der von qbz mehrfach benutzt Begriff "Kriegswirtschaft" hat im Zusammenhang mit der Situation in Deutschland absolut keinerlei Berechtigung.
Noch nicht einmal in Russland selbst herrscht aktuell "Kriegswirtschaft".
|
Ich finde das eine interessante Diskussion, wenn Du Dich darauf einlassen willst, ohne Polemik. Ich kann gerne meine Auffassung dazu erläutern, weshalb die EU und Deutschland
einige Merkmale einer Kriegswirtschaft aufweisen:
1. Die EU und Deutschland beteiligen sich mit Waffen, Ausbildung, starken Finanzen, Medienunterstützung, Logistik usf. am Ukrainekrieg. Dazu werden staatliche und private organisatorische und wirtschaftliche Strukturen sowie Ressourcen eingesetzt.
2. Für die Aufrüstung werden neue Schulden aufgenommen und die Waffenschmieden mit Geld versorgt, was ein Inflationsfaktor darstellt.
.....
Fazit: Der Ukrainekrieg kostet die EU volkswirtschaftlich längerfristig hunderte Milliarden.
3. Gegen Russland werden in der EU die massivsten Sanktionen ever ausgesprochen. (
Totaler Handelskrieg!). Fast komplette Handelsverbote mit Russland. Alles unterliegt der staatlichen Kontrolle.
4. Die eigene Energiewirtschaft der EU soll komplett unabhängig von Russland werden, so schnell wie möglich, von Russland autarke Energieversorgung der EU. Breiter staatlicher Interventionismus, um das so schnell wie möglich zu erreichen wie Androhung von Zwangsenteignung (Rosneft), Schliessung von Pipeline, Notfallpläne Gas, Verbrauchs-Rationierung, Übernahme von Uniper
Fazit:
Das sind IHMO einige Merkmale einer Kriegswirtschaft in dem Sinne, dass die EU eine von Russland autarke Versorgung erreichen will über einen massivsten staatlichen Interventionismus in den Handel und Beschränkungen, Rationierungen infolge des Ukrainekrieges, obwohl das wirtschaftlich keinen Sinn macht und deutlich mehr kostet, rein aus politischen Gründen.