26.08.2022, 20:10
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Szenekenner
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Belastungen durch Energiepreise stärker als erwartet
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Zitat:
"Die Explosion der Energiepreise wird die Bundesbürger in diesem Winter stärker belasten als bislang bekannt. Das geht aus einer Studie des Potsdamer Klimaökonomen Ottmar Edenhofer sowie des Berliner Mercator-Forschungsinstituts für Klimafolgenforschung hervor, über die der "Spiegel" berichtet.
Demnach muss ein Singlehaushalt mit Gasheizung zwischen Oktober diesen und April nächsten Jahres knapp 2.200 Euro mehr für Energie ausgeben als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021. Bei einer vierköpfigen Familie liegen die Zusatzkosten bei über 3.400 Euro. Zudem ist der Mehraufwand der Untersuchung zufolge sozial höchst ungleich verteilt. Während Niedrigverdiener mit einem Nettoverdienst bis 1.300 Euro im Schnitt bis zu 18 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Energie aufwenden müssten, sind es bei Topverdienern mit Nettoeinkünften über 4.000 Euro lediglich vier Prozent.
"Es drohen soziale Verwerfungen größten Ausmaßes", sagte Edenhofer dem "Spiegel" dazu. "Viele Haushalte werden ihre Heizungs- und Stromrechnungen kaum noch zahlen können." Die bislang diskutierten Entlastungsmaßnahmen der Regierung können der Studie zufolge die Schieflage nur unzureichend beseitigen. Die geringere Mehrwertsteuer auf Gas zum Beispiel, die das Ampelbündnis vergangene Woche auf den Weg gebracht hat, wird die Energierechnung der unteren Gehaltsklassen lediglich auf 50 bis 150 Euro im Monat drücken. "
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