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Zitat von qbz
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Heute hat auch Jens Berger bei den Nachdenkenseiten einen Artikel über die Folgen der von mir erwähnten Studie mit der Merit-Order (die europaweit gilt!) verfasst und präsentiert einen einfachen und schnell zu realisierenden Lösungsvorschlag, bei dem der Gaspreis keinen Einfluss mehr auf den Stromhandelspreis hätte.
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Es ist volkswirtschaftlich verheerend, in einer solchen Situation an der Merit Order festzuhalten. Es gibt keinen Grund, warum die Produzenten von Strom aus regenerativen Energiequellen und die Kohle- und Kernkraftwerksbetreiber direkt derart massiv von den Problemen bei der Gasversorgung profitieren sollten. Nun kann man diskutieren, ob diese klaren „Übergewinne“ stärker besteuert werden. Davon hat der Stromkunde jedoch erst einmal nichts. Er zahlt die hohen Preise und wenn sie über die Übergewinnsteuer in das Staatssäckel gehen, ist das für ihn nichts Weiteres als eine absurd hohe „Steuer“ auf den Strom.
Daher sollte es nun die oberste Priorität sein, die Merit Order entweder übergangsweise zu streichen oder so anzupassen, dass sie sich mit der neuen Realität verträgt. Würde man beispielsweise Gaskraftwerke schlicht aus der Merit Order herausnehmen und ihre „Mehrkosten“ über eine Umlage finanzieren, würde dies den gesamten Strompreis derart massiv senken, dass diese Umlage ohne Probleme refinanziert werden könnte und der Endkundenpreis dabei deutlich sinkt. Handelt man nicht, droht uns in diesem Jahr nicht nur ein kalter, sondern auch ein dunkler Winter.
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Strompreise – wenn die EU die Preismechanismen nicht ändert, könnten die Folgen katastrophal sein