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Alt 23.08.2022, 23:34   #471
Schwarzfahrer
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Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Ich hab vor zweieinhalb Jahren ziemlich genau 6000,-€ für 22 340W-Module, Wechselrichter und Montagematerial bezahlt. 6000 geteilt durch 20Jahre Nutzungsdauer (wobei nicht unbedingt damit zu rechnen ist, dass nach 20 Jahren alle Komponenten kaputt sind) macht 300€ pro Jahr. Die fünf bis sechs Samstag-Vormittage für Montage fehlen natürlich in der Kalkulation.

Bei einem Ertrag von 8000 kWh pro Jahr komme ich auf 3,7c/ kWh (entspricht den Erträgen der letzten beiden Jahre), bei nur 7000 kWh (falls die Sonnentage in Zukunft abnehmen sollten, im Augenblick scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein) wären es 4,2c.

Bin also mit den 5c schon sehr konservativ in der Schätzung.
Ich darf anmerken, daß dies eine sehr isolierte und lückenhafte Rechnung ist, und der Gaspreisbezug ignoriert wird, aber sehr wohl vorhanden ist.
Meine Gründe:

1. Die Paneele tun natürlich länger als 20 Jahre, allerdings liefern sie nach 20 Jahren eher nur 80 % der anfänglichen Ausbeute (und später noch weniger), auch wenn die Sonnentage gleich bleiben. Aber die Wechselrichter haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 10 Jahren, die Kosten mußt Du schon fairerweise dazurechnen.

2. Fairerweise sollte man auch noch die Entsorgungskosten am Ende der Lebensdauer einrechnen (schließlich wird bei Atomstromkosten auch mit den Entsorgungskosten argumentiert). Zwar darf man die Paneele einfach im Wertstoffhof abgeben - was aber nicht heißt, daß keine realen Kosten anfallen (Abbau vom Dach, Zerlegen, Wiederverwertung).
(Diese Kosten sind übrigens bei Wind besonders hoch, weit über allem, was PV verursacht, werden aber in den meisten Rechnungen auch gerne ignoriert)

3. Deine Rechnung gilt nur für den Strom, den deine PV-Anlage liefert. Aber Du beziehst ja auch Strom, wenn es dunkel ist, besonders im Winter. Der ist zumindest zum Teil fossil erzeugt, weil nun mal die regenerativen nie konstante Netzversorgung liefern. Die Kosten des "Backups" an fossilen Kraftwerken steigen mit dem Anteil von regenerativen, weil sie zwar in großem Volumen vorgehalten werden müssen, aber immer weniger ausgelastet sind. Und hier kommen sehr wohl die Gaskosten in Deine Stromkosten mit rein. Den Preis für "Gasstrom" treibt man mit wachsendem Solaranteil stetig in die Höhe. Deine Rechnung gilt nur für autarke Anlagen, die sich damit zufrieden geben, was es bei Sonnenschein gibt. (oder mit Speicher - aber dann steigt der kWh-Preis gewaltig an).

Ich habe jetzt keine Zahlen für 2 und 3 gesucht (im Urlaub anderes zu tun) - aber die ganz zu ignorieren ist Schönfärberei, weil besonders ohne Punkt 3 Du gar keine zuverlässige dauerhafte Stromversorgung hast, und damit der Vergleich zu der klassischen Kraftwerkversorgung nicht stimmt.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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