Zitat:
Zitat von Necon
Zitat qbz:
"Desaströse Politik unter dem Kommando der USA eines wirtschaftlichen Banausen im Ministerium. Der Senat von Hamburg weiss bestimmt besser als Habeck und die USA Bescheid, was die Stadt und der Hafen braucht."
Kann es sein, dass deine USA Abneigung und vielleicht China Sympathie etwas die Objektivität eintrüben?
China treibt seit Jahren die "Belt and Road Initiative" aggressive voran. Unglaubliche Summe werden Jahr für Jahr weltweit in allen möglichen Ländern investiert (Infrastruktprojekte: Straße, Bahn, Häfen, Wasser, Energie), wobei weltweit muss man etwas eingrenzen denn voranging geht es um Asien, Europa, Afrika. Dabei legt China aber keine hohen Ansprüche an den Business Case der Projekte, sondern investiert auch Unsummen in Projekte und Länder in denen klar ist, dass entweder das Projekt nie rentable sein wird oder eben (wie schon erwähnt) die Länder die Kreditraten nicht bedienen werden können
Es hat also für mich wenig mit Globalisierung zu tun oder Gewinnmaximierung (wie bei Blackrock zum Beispiel) sondern mit Strukturierten Machtausbau.
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Leider sind die folgenden beispielhaft genannten kritischen Punkte an den USA alle sehr objektiv und belegbar. Nur kurz, weil China das Topic ist: Die USA haben z.B. die Zusammenarbeit mit Huawei verboten, weshalb Huawei Kunden den Appstore von Google für ihr Smartphone nicht mehr nutzen können, hören aber selbst das Handy von Angela Merkel ab. Oder die USA haben DE verboten, NS2 in Betrieb zu nehmen (siehe Pressekonferenz Biden-Scholz). Das sind Fakten von Einmischung der USA in die weltweite Wirtschaft und in Deutschland. Auf dem Smartphone-Markt hat einfach Xaomi den Platz von Huawei eingenommen, bei Aufträgen für den Netzausbau trifft das amerikanische Verbot Huawei schon stärker.
Zum Thread Thema China:
Ist denn der Senat von Hamburg auch voreingenommen gegen die USA / China, wenn er die Hafenbeteiligung der chinesische Gesellschaft ermöglicht? Ich denke nicht, er kennt am besten alle Fakten.
Was die "Belt and Road Initiative" betrifft: Lese bitte mal den kompletten Wikipedia Eintrag dazu. Dann erhält man ein etwas anderes Bild, als Du gerade sehr einseitig gezeichnet hast.
https://en.wikipedia.org/wiki/Belt_and_Road_Initiative
Zitat:
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"Zahlreiche von der Weltbank durchgeführte Studien haben geschätzt, dass BRI (Belt and Road Initiative) die Handelsströme in 149 teilnehmenden Ländern um 4,1 Prozent steigern, die Kosten des Welthandels um 1,1 bis 2,2 Prozent senken und das BIP der ostasiatischen und pazifischen Entwicklungsländer steigern kann um durchschnittlich 2,6 bis 3,9 Prozent. [13] [14] Laut den in London ansässigen CEBR-Beratern wird BRI das weltweite BIP bis 2040 voraussichtlich um 7,1 Billionen US-Dollar pro Jahr steigern, und diese „Vorteile werden wahrscheinlich weit verbreitet sein“, da der globale Handel durch die zunehmende Infrastruktur zunimmt, die sich verringert "Reibungen, die den Welthandel hemmen". CEBR kommt außerdem zu dem Schluss, dass das Projekt wahrscheinlich weitere Länder zum Beitritt anziehen wird, wenn die globale Infrastrukturinitiative Fortschritte macht und an Dynamik gewinnt.[16] [17]
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Was die Kreditvergabe China´s betrifft, vergleiche mal diejenige von China mit der Vergabekriterien des IWF (Internationaler Währungsfond), der die Vergabe an wirtschaftspolitische (neoliberale) Bedingungen wie Privatisierungen knüpft und die Wirkung solcher Massnahmen in den betreffenden Ländern. Dann weisst Du, weshalb die Länder weltweit lieber einen Kredit vom Staat China aufnehmen als vom IWF oder von privaten Institutionellen auf dem Kapitalmarkt und damit weitaus besser fahren. Bei der aktuellen Pleite von Shri Lanka z.B. stundet China einfach die Rückzahlung. (China´s Anteil an den Schulden: "nur" ca. 10 % ).
China mischt sich bei der "Entwicklungshilfe" konsequent nicht in die staatlichen Souveränitäten ein, weshalb eben die Aufträge in Afrika oft an chinesische Firmen vergeben werden. Ich würde die Nichteinmischung auch kritisieren wie im Fall von Myanmar.
Zweifellos handelt es sich politökonomisch gesehen um einen weltweiten "Handelsimperialismus" (Kapitalexport), der dem Hegemon USA Konkurrenz macht, aber keine Militärbasen weltweit unterhält.