Zitat:
Zitat von Hafu
Die (persönliche) Co2-Bilanz hängt nicht davon ab, was für Autos (oder sonstige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor) jemand besitzt, sondern davon wieviel Liter Treibstoff in diesen verbrannt wird. Ich glaube nicht, dass der Durchschnitts-Schwede übermäßig viele Tankfüllungen aufs Jahr bezogen im Außenbordmotor bzw. Schneemobil benötigt, zumal diese ja ohnehin nur einen kleinen Tank haben und manuell aus dem Kanister betankt werden.
(O.T.-P.S.. Hast du schonmal darüber nachgedacht, deinen Nickname zu ändern? Irgendwie triggert der mich regelmäßig, unabhängig davon was du schreibst.
Ich esse auch gelegentlich Fleisch und sitze also im Glashaus, aber ich bin mir der gesamtgesellschaftlichen Problematik des Fleischessens bewusst und versuche, den weiter zu reduzieren. Abgesehen von dem katastrophalen Beitrag zum Klimawandel durch den Methanausstoß und die Rgenwaldabholzung im Dienst der Fleischindustrie kommt ja auch noch aktuell drohende Welternährungskrise hinzu. Im Prinzip isst unser Vieh/ unsere Schweine/ das ganze Geflügel den Menschen in der dritten Welt das derzeit knappe Getreide weg, bzw. sorgt dafür dass die Preise dafür ins Unermessliche steigen)
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Über eine Änderung des Nicknamen hab ich auch schon nachgedacht. Ein Überbleibsel aus unüberlegten Tagen.
Find ich mittlerweile selber albern und unpassend.
Keine Ahnung was ich früher damit versucht habe auszudrücken.
..... Ich überleg mir was.
Was das ökologische Bewusstsein des Durchschnittsschweden anbelangt bin ich etwas zwiegespalten. Hier wird ne Menge Müll in den Wald geworfen (und das obwohl die Abgabe von Müll auf den Deponien kostenlos ist), jeder zweite sammelt seine alten Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück (die hier meistens riesig sind), im Supermarkt ist jede Paprika einzelnd in Plastik eingeschweißt und alle Getränke sind fast ausschließlich in Pe Flaschen erhältlich. Ich sehe hier Leute bei Ica oder Coop Pfifferlinge, Blaubeeren und so weiter kaufen obwohl du hier im Wald davon unmengen selber sammeln kannst (hab gestern alleine 10 kg Blaubeeren für Marmelade und zum einfrieren gesammelt). Die Jugendlichen fahren hier ab 15 mit sogenannten A-Tracktoren rum, dass sind normale Autos die auf 30 gedrosselt sind (vom 5er BMW bis zum H1 ist alles dabei).
Im Gegensatz dazu die vielen Tesla und Hybrids welche vom Staat extrem subventioniert werden.
Ich würde fast sagen, wenn man so idyllisch wohnt wie hier, fällt es den meisten schwer an den Klimawandel zu glauben. Das Land wirkt riesig, endlose Wälder und Seen. 4 ausgeprägte Jahreszeiten, da bekommt man schon mal das Gefühl.... Die Welt sei noch in Ordnung. Hier kannst du mit dem Atv durch die Wälder brettern und keiner meckert. In Deutschland hättest du sofort ne Anzeige.
Für mich ist wichtig, dass meine Kinder solange es geht in einer intakten Umwelt aufwachsen. Ich denke, dass ist in diesem wunderschönen Land noch lange möglich. Ob die Schweden selbst sich dieser Idylle noch bewusst sind lässt sich schwer beantworten. Wer so behütet aufwächst, der kennt es nicht anders und empfindet es eventuell auch als normal.
Ich bin für meinen Teil sehr glücklich hier, mein Garten grenzt an einen wunderschönen See, niemand sagt mir was ich tun soll oder darf.
Ich kann jedem nur empfehlen, es mal für einen Urlaub hier selber kennenzulernen.
Hej då