Zitat:
Zitat von Hafu
Kann ich mich nicht erinnern, oder ich habe es überlesen.
Nach meinem Eindruck bescchäftigen sich überproportional viele deiner Beiträge mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Situation der deutschen Wirtschaft und mit Zukunftsängsten wie sich die Situation von Deutschen im nächsten Winter verschlechtern könnte.
Du befindest dich damit in sehr guter Gesellschaft, denn Meinungsumfragen zufolge denkt rund die Hälfte der Deutschen ähnlich und wünscht sich einen baldigen Waffenstillstand in der Ukraine nahezu egal zu welchen Bedingungen. Dieses gespaltene Meinungsbild in der deutschen Öffentlichkeit ist ja auch der Grund, warum Scholz der Ukraine so wenig tatsächlich hilft (obwohl er viel von Hilfe spricht), denn die vielen Menschen, denen die zukünftige Situation der Ukrainer weitgehend egal ist, sind ja alles Wähler.
Wenn es bei dir tatsächlich anders sein sollte und -so wie du schreibst- "das Leid der Ukrainer ganz oben stehen" solltest du zukünftige Beiträge mehr an dieser Prämisse ausrichten und weniger über Sorgen von dir oder deinen Stuttgarter Nachbarn schreiben und mehr über die katastrophalen, existenziellen Nöte und Zwangslagen der Menschen in Kharkiv, Odessa und Sumi. 
|
In Foren entstehen gerne mal Missverständnisse oder Diskussionen, die im echten Leben, wo man mehr vor sich hat, als das Geschriebene, gar nicht mal auftauchen.
Meine Logik ist letztendlich die, dass ich die Maßnahmen anfange zu hinterfrage, wenn der Krieg nun scheinbar Jahre dauern kann und wir mehrere harte Jahre vor uns haben.
Das Übel ist nach wie vor der Krieg in der Ukraine.. Maßnahmen zu hinterfragen heißt für mich nicht, dass ich irgendwas verharmlosen will, sondern man hoffentlich
schneller zu
Lösungen (=Kriegsende) kommt.
Im beruflichen Umfeld, wo wir komplexe Software für große Unternehmen bauen, machen wir regemäßig Meetings mit dem Kunden, wo wir uns gegenseitig aufzeigen, was gut lief und was schlecht. Das kann manchmal sehr unangenehm für uns sein. Bleibt man aber offen und fair, bringt es alle Beteiligten weiter. Würde ich dem Kunden sagen: "Die Entwicklung dauert ein paar Jahre und kann schmerzhaft für Sie werden", hätte ich am nächsten Tag ein Meeting mit meinem Chef und dem Kunden: es würde haarklein hinterfragt, wie ich zu so einer Aussage käme. Nicht um mich über den Tisch zu ziehen, sondern diesen Zustand zu verbessern.
(jaja, Vergleiche hinken.... das ist eine Verharmlosung usw usf: es dient lediglich dazu, meine Denke zu erklären)