Zitat:
Zitat von Helmut S
Wir betrachten eine Szene, in der zweifelsohne ein gewisses Idealbild eines Körpers vorherrscht, auf das sich aufgrund des Kaloriendurchsatzes, evtl. auch eines "Körperkults" (siehe Hafus Beitrag) und/oder vielleicht(!) mangelhafter Aufklärung* viele Körper auch mehr oder weniger (evtl. unabsichtlich) einpendeln. Damit sieht man diesen Typus dann logischerweise auch in der Weltspitze. Insofern ist diese Argumentation m.E. irgendwo zw. self-fulfilling prophecy und idem per idem.
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Das überzeugt mich aber auch nicht.
Ein ganz zentraler Punkt im Spitzensport der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung im Bereich der Langzeitausdauer im Lauf- und Radsport ist die Optimierung von Leistung zu Wettkampfgewicht, wenn man jetzt mal von Spezialdisziplinen im Radsport absieht. Trainings- und ernährungsmethodisch ist das ein Problem, nämlich neben Gewicht möglichst keine Leistung bzw. Muskulatur zu verlieren.
Das ist ein zentrales Thema des Dopings im Spitzensport, darauf zielen anabole Steroide, vor allem aber auch Mittel wie Salbutamol oder die Schilddrüsenhormone. Alle diese Substanzen zielen auch darauf ab, eine katabolen Schutzwirkung zu entfalten. Sprich, trotz eines Energiedefizites mit katabolen Wirkungen diese möglichst gering zu halten, um halt noch mal 2 Kg abzunehmen mit nur minimalem Leistungsverlust.
Das Ganze lief und läuft höchstwahrscheinlich organisiert in einigen Trainingsgruppen ärztlich penibel gesteuert. Das Nike-Oregonprojekt war ja ein Beispiel. Das das alles nur die Folge davon ist, dass da ein paar Leute zu viel Titelbilder der Mens Health gelesen haben, erscheint mir fraglich.