Schön, dass Du wieder ins Wasser konntest!
Zitat:
Zitat von andreasf
Definitiv keine Übung bei hoher Zuschauerquote. Meine Beine hingen echt weit unten - im Kinderbecken hätten die Fußzehen aufgesetzt. Der Armzug links ging überhaupt nicht, es stellte sich das Gefühl ein um die Achse nach links zu rollen.
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Quasi
cold turkey die Beine entzogen und dann auch noch direkt ohne Pull Buoy. Sehr mutig!
Du wirst merken, dass Dir mit Pull Buoy die Beine immer noch abhauen, aber es Dich zumindest nicht so nach unten reißt. Es ist aber gut, dass Du direkt einen positiven Effekt bezogen auf die ganze Lage ohne Knöchelband gespürt hast. In erster Linie geht es darum, überhaupt erst mal zu fühlen, was los ist. Nur das, was Du spürst, kannst Du auch korrigieren, wenn nicht jemand mit der Peitsche am Beckenrand steht.
Zitat:
Zitat von andreasf
Verrückt - ich habe es damals anders gelernt (es gab mal - vor bestimmt 10 Jahren oder so - eine Vortragsreihe von Ute Mückel beim Arne - entweder hat sie es falsch erklärt oder ich habe es falsch verstanden...) und heute gemerkt, dass ich immer in die andere Richtung gedreht habe. Es hat sich ein völlig anderes Gefühl (besseres!) beim Armzug eingestellt.
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Ich will Ute Mückel nicht übertrieben kritisieren, denn sie weiß ja, wie man schwimmt. In den letzten zehn Jahren hat sie sicherlich auch mehr Erfahrungen mit Nicht-Leistungsschwimmern machen können und weiß vielleicht besser, welche Worte man wählen muss, damit die richtige Botschaft ankommt. Ich kann mich erinnern, dass sie unter dem Motto "
vereinfache Deinen Kraulzug" gesagt hat, dass man "einfach nur die Hand zur Brust" führen soll.
Bildinhalt: Ute Mückel erkärt Arne den Armzug
Diese Anweisung kann bei einigen Menschen zur korrekten Bewegung führen, aber mir fallen spontan drei oder vier verschiedene Methoden ein, wie ich das bewerkstelligen kann, ohne vernünftig Vortrieb zu erzielen. Für denjenigen, der noch niemals gespürt hat, wie es ist, einen "Armvoll Wasser" zu greifen, kann "Hand zur Brust" eine ganz kontraproduktive Anweisung sein und die Demonstration war auch nur – sagen wir es vorsichtig – mäßig hilfreich fürs Verständnis.
Das ist aus meiner Sicht eines der größten Handicaps, das ehemalige Topschwimmer als Lehrende haben: Sie schwimmen schon ihr ganzes Leben und die Bewegungen sind so automatisiert, dass sie nie wirklich darüber nachdenken müssen. In ihrem Kopf kreisen nur Abgangszeiten, Intervalle und vielleicht noch Pulswerte. Sie sind fast hilflos, wenn sie jemandem, der keine Bewegungsvorstellung hat, beschreiben sollen, wie sie tun, was sie tun. Wie erklärt ein Sehender einem Blinden den Unterschied zwischen blau und rot?
Zitat:
Zitat von andreasf
Ich freue mich auf Dienstag - und versuche bis dahin ein Zugseil-Video hochzuladen.
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Wenn Du ein Zugseil-Video machst, dann bieten sich auch Aufnahmen von der Seite an. Da erkennt man die Position des Ellbogens bezogen auf Schulter und Handgelenk viel besser.
Es freut mich, dass Dir das Schwimmen solchen Spaß macht und ich hoffe, dass es so weitergeht und sich bald die Erfolge einstellen! Gerade heute hat mir jemand einen Kommentar hinterlassen, dass er durch mein Video 20 bis 25 Sekunden schneller auf 100 m schwimmt. Der ist vorher sicher keine 1:30 geschwommen, aber das ist in jedem Fall ein schöner Erfolg und solche Rückmeldungen freuen mich immer sehr.
