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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Putin und die Ukraine
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 01.05.2022, 10:17   #4867
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
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Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 25.275
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
[Aufrüstung] wird dahingehend zu einem stabilen Frieden führen, [… denn] ein erneutes Wettrüsten (und das wird es aus russischer Sicht als Konsequenz dieses Krieges unvermeidlich geben) kann nur im wirtschaftlichen Ruin Russlands münden, weil der russische Staat maximal schlecht für die Zukunft aufgestellt ist.
Warum sollte der wirtschaftliche Ruin Russlands ein Beitrag zum Frieden in Europa sein?

Ich sehe das eher umgekehrt: Ein wirtschaftlich blühendes und sozial ausgeglichenes Europa ist ein Beitrag zum Frieden. Das sehen wir meiner Meinung nach auch bei der Europäischen Union: Sie sollte den Wohlstand seiner Mitgliedsstaaten fördern und brachte uns im Schlepptau den Frieden. Weit mehr als der Kalte Krieg, dessen labile Machtgleichgewichte eine ständige Bedrohung darstellten.

Selbst bitterarme Länder der Dritten Welt leisten sich ein Militär, das ausreicht, um Nachbarländer zu bedrohen. Russland wird auch in einer wirtschaftlichen Krise genug Waffen haben, um den Frieden in Europa zu destabilisieren. Es bleibt eine Atommacht mit Veto-Recht in der UNO.

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Anzustreben, oder sich zu wünschen, oder zu tolerieren, dass es 145 Millionen Menschen wirtschaftlich möglichst schlecht gehen möge – damit habe ich auch moralisch meine Schwierigkeiten. Wie passt das zu unserem Selbstverständnis, wir träten europaweit für unsere Werte ein? Falls das stimmt, müsste das doch auch für die Bürgerinnen und Bürger Russlands gelten. Wenn wir uns wünschen, dass es 44 Millionen Ukrainern möglichst gut, aber 145 Millionen Russen möglichst schlecht geht, für Jahrzehnte, dann stimmt doch etwas nicht.
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