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Zitat von Plasma
Homeoffice ist ein gutes Stichwort und auch wirklich ein Grund, sich eine PV Anlage aufs Dach zu stellen. Ich schätze mal, dass mein fürstliches IT Equipment zuhause locker 200W pro Stunde verbrät. Auch deswegen würde doch ein Speicher Sinn ergeben, oder? Ich fahre nämlich an quasi jedem halbwegs fahrbaren Tag 1-2h Rad zur Mittagszeit, manchmal auch deutlich länger (100% Homeoffice ohne Kernarbeitszeit). Und das hole ich abends nach, wenn die Kids schlafen. Ist da ein Speicher keine gute Idee ? Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige um so mehr verwirrt mich das :-)
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Eine PV-Anlage auf dem Dach macht IMHO immer Sinn. Dein primäres Ziel mit der Anlage sollte aber sein, möglichst viel Strom direkt zu verbrauchen. Je nach Neigung deiner Dachflächen ist es dann u.U. sinnvoll drei bis vier Module nach Osten aufzuständern um schon gleich mit Sonnenaufgang genügend Strom für dein IT-Equipment zu produzieren und auch umgekehrt ein paar Module in Richtung Westen aufzuständern, damit auch die Abendsonne im Frühjahr/ Herbst noch mehr Erträge liefert.
Und irgendwann macht ein Speicher sicherlich auch Sinn, aber das ist v.a. auch ein Rechenexempel und deshalb stark abhängig vom Preis pro kWh.
Die Akkupreise kennen seit 20 Jahren nur eine einzige Richtung. Und die geht linear nach unten.
Entwicklung der Akkupreise.jpg
Ich bin überzeugt, dass diese Entwicklung noch einige Jahre so weitergehen wird und obwohl ich auch plane meine PV-Anlage irgendwann noch mit einem Speicher zu erweitern, um den Autarkiegrad zu erhöhen, warte ich wahrscheinlich erstmal noch etwas ab, bis die Akkus noch günstiger werden.
Im Augenblick gibt es noch einer riesige Diskrepanz zwischen selbst zusammengeschraubten Akkus (Lithium-Eisenphophat-Akkus aus China plus Batteriemanagementsystem: rund 140 € pro kWh) und fertig konfektionierten Lösungen (in denen technisch fast immer genau dieselben China-Akkus drinstecken und auch das BMS meist extern zugekauft ist) bei denen meist 400 bis 500€/kWh Speicher aufgerufen werden.
Wenn der Markt für Hausspeicher größer wird (und damit auch der Wettbewerb der Anbieter), wird sich diese Diskrepanz automatisch gravierend verringern. Im Augenblick gibt es (auch wegen diverser Förderprogramme für Hausspeicher vom Bund und von den Kommunen und der auch dadurch überhitzten Nachfrage) überhaupt keinen Grund für die aktualisierten spezialisierten Anbieter Preise für Hausspeicher-Komplettlösungen nach unten anzupassen, da die überhöhten Preise ja ohne weiteres bezahlt werden von Leuten, die ihre Projekte nicht genau durchrechnen oder/und möglichst noch Fördergelder abgreifen wollen.