Zitat:
Zitat von Hafu
Bei jeder Impfung ohne STIKO-Empfehlung und erst recht bei Off-Label-Impfungen von Kindern muss sich der impfende Arzt dagegen extrem gut absichern, wenn er später doch verklagt werden sollte und muss sich extreme Mühe geben, sowohl in allen Details aufzuklären als auch diese Aufklärung zusätzlich sehr gut zu dokomentieren, denn vor Gericht kann er sich nicht hinter der STIKO verstecken, sondern muss selbst beweisen, dass er keinerlei noch so kleine Aufklärungsfehler begonnen hat.
Aus dem Grund verzichten viele Kinderärzte auf Nicht-STIKO-Impfungen ( selbst wenn sie selbst anderer Meinung hinsichtlich der Impfung sind), weil sie den Aufwand der gerichtssicheren Impfdokumentation und detaillierten Aufklärung der Erziehungsberechtigten scheuen und natürlich auch überhaupt keine Lust haben, wegen solcher Dinge sich mit Klagen auseinandersetzen zu müssen.
Die geplanten Kinderimpfzentren könnten dieses Dilemma lösen helfen, da dort bei Impfungen ohne STIKO-Empfehlung und auftretenden Nebenwirkungen eher nicht der einzelne Arzt, sondern im Zweifelsfall das Impfzentrum bzw. die dahinter stehende Behörde verklagt wird.
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Wir haben offlabel impfen lassen. Der Kinderarzt hat sich unterschreiben lassen, dass die Impfung auf Wunsch der Eltern erfolgte. Er hat die Impfung aufgrund einer Vorerkrankung absolut befürwortet. Mittlerweile impft er auch gesunde Kinder, also wartet nicht die Stiko-Empfehlung ab. Aber wenn ich mich in unserem Umfeld umhöre, ist das tatsächlich eher die Ausnahme.
Vor der Zulassung für Kinder wurden Namen von offlabel impfenden Ärzten wie Drogen unterm Tisch gehandelt.