Zitat:
Zitat von aequitas
Die Vermögensungleichheit wird also geringer, wenn wir einem bestimmten Teil Vermögen wegnehmen, um es dann in u. a. sinnlose Subventionen zu stecken? Sicherlich!
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Von bloßer Umverteilung wird sich an der Vermögensschere nichts ändern.
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Habe ich ja auch nie behauptet. Allerdings sind die Steuersätze ein wichtiger Faktor neben der Reallohnentwicklung und einer Wirtschaftspolitik, welche primär die Binnennachfrage stärkt. (z.B. Mindestlohn von 13.-, höhere Grundsicherung und Mindestrente erhöhen die Binnenachfrage, ebenso bewirken sie eine Steigerung bei unteren Lohngruppen.)
Meinem Anliegen auf eine gerechte Beteiligung der Arbeitnehmer am Wachstum über die Reallöhne und auf eine sozial ausgewogene Steuerpolitik, welche die Ungleichheit nicht weiter vergrössert (wobei Du diesen Zusammenhang bisher apodiktisch verneint hast), entgegnest Du jetzt mit "Wegnehmen für sinnlose Subventionen". Wenn für Dich Investitionen in den Ausbau der Bahn z.B. "sinnlos" sind? Ausserdem haben es die AN erarbeitet, sie bekamen davon nur zu wenig in den letzten 30 Jahren.
Weshalb war es vor den 90ziger Jahren anders in DE inbezug auf die Verteilung der Vermögen, als der Spitzensteuersatz noch über 50 % war, die Mehrwersteuer niedriger war und stattdessen noch die Vermögen, Erbschaften und Firmen stärker besteuert wurden? Weil eben ab der 90ziger Jahre einseitig für die Kapitalbesitzer und hohen Einkommen die Steuern gesenkt wurden, neben der Schwäche der Gewerkschaften aufgrund von Deregulierungen des Arbeitsmarktes (mehr prekär Beschäftigte etc.)