Zitat:
Zitat von JeLü
Leistungsgrenze kann ja auch meinen, dass er auch beim Radfahren sich an der Grenze dessen bewegt hat, was er halten kann, wenn er danach noch so laufen kann, dass am Ende die schnellstmögliche Zeit steht. Meinst du, dass dies auch nicht zutrifft und z.B. Frodo auch noch gleich schnell hätte laufen können, wenn er z.B. 10 Watt mehr getreten hätte?
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Nein, das meine ich nicht. Bezogen auf einen kompletten Triathlon war Frodeno selbstverständlich an seiner individuellen Leistungsgrenze unterwegs.
Wenn man aber abschließend noch einen Marathon unter 2:40 laufen will, dann muss man mit noch gut gefüllten Glykogenspeichern vom Rad steigen, weil man während des Laufens (im Gegensatz zum Radfahren) nicht annähernd soviel Kohlenhydrate zuführen kann, wie man gleichzeitig verbrennt. Und mit hohen Fettstoffwechselanteilen lässt sich nicht schnell laufen.
Und um diese Resaurcenschonung zu gewährleisten muss einerseits die Muskulatur durch geeignetes Training in die Lage versetzt werden, schnell zu fahren ohne allzuviel Laktat aufzubauen (=Glykolyse zu betreiben) und möglichst nur Kohlenhydrate aus der laufenden Zufuhr zu verbrennen (Aufbau eines möglichst großen Anteils an SlowTwitch-Fasern in der Radfahr-Arbeitsmuskulatur). Andererseits muss die Leistungsabgabe dazu passend (und eben nicht orientiert am maximal möglichen) gewählt und Leistungsspitzen vermieden werden.